SPD:”Affäre Wulff ist eine Affäre Merkel”

GiNN-BerlinKontor.–-Kommentar.—Die SPD-Generalsekretärin Andrea NAHLES  (“Frau – gläubig – links”)  ist nun offensichtlich wild entschlossen, Neuwahlen zu erzwingen, obwohl sie das Gegenteil behauptet.  Bisher wollte die SPD bis 2013 ausharren und sich die CDU/CSU/FDP-Koalition “selbst zerfleischen” lassen – so die Strategie des SPD-Chef Sigmar GABRIEL, der sich plötzlich (?) dem unbändigen Machthunger seiner Generalsekretärin und anderer Genossen ausgesetzt sieht.  Nahles geht das alles nicht schnell genug. Die sogenannte Wulff-Medien-Affäre nimmt die selbst ernannte Chefideogin ihrer Partei unwirsch zum Anlaß, auch am Stuhl des Vorsitzenden der eigenen Partei herumzusägen. Sie will, dass die Vereinigte Linke  den Sturz der “Merkel-Dynastie” jetzt schon in Angriff nimmt.

Die Meldung, SPD-Chef Sigmar Gabriel hätte seine Generalsekretärin Andrea Nahles “entmachtet” und plane selbst Wahlkampfplanung und Kanzlerkandidatur anzugehen, hat nicht nur Nahles aufgeschreckt, sondern auch die Kanzler-Kandidaten in Wartestand Peer STEINBRÜCK, Frank-Walter STEINMAIER sowie Hannelore KRAFT.

Als Hebel für den “Putsch” einer einzelnen Dame plus Gleichgesinnter soll nun der Rücktritt des Staatsoberhauptes dienen. “Bei einem Wulff-Rücktritt muss sich Angela Merkel dem Votum der Wähler stellen”, fordert Nahles in der BILD am SONNTAG (08.01.), die mit 18 Jahren als gläubige Katholikin in die SPD eintrat, um sich selbst zu verwirklichen.

Ob der Rücktritt des Christian Wulff von der SPD-BILD-”Koalition” aber erzwungen werden kann, darf bezweifelt werden.  Denn: Niemand kann dem Bundespräsidenten das Amt nehmen, in das er für fünf Jahre gewählt wurde.  Und die Bundeskanzlerin Angela MERKEL (CDU) dürfte sich kaum dazu bewegen lassen, Christian Wulff per Telefon-Mailbox zu veranlassen, zurückzutreten.

Es scheint jedoch im Kalkül der “Interessierten” zu liegen, die Präsidentenfamilie im Schloß Bellevue so lange massiv zu mobben und zu hetzen, bis Wulff  “mit Rücksicht auf Frau, Kinder und enge Freunde” das Handtuch wirft. Man weiß, dass vor allem die Kinder in Schule und Kindergarten gnadenlosem Hohn und Spott ausgesetzt sind und sein werden. Die Kinder werden nie verstehen können, was diese für sie “Rebauken mit alten Schweißsandalen” auf Weisung von ???” vor der Haustür ihrer Eltern veranstaltet haben. Auf dieses Einknicken der Eltern spekulieren vermutlich die Veranstalter dieser unseligen Kampagne – wie auch ausländische Korrespondenten sicherlich kopfschütternd notieren.

Während Sigmar GABRIEL blauäugig beteuert, er wolle “keinen parteipolitischen Streit um das Amt des Bundespräsidenten”- ist dies nicht auch eine Unwahrheit? -  trompetet die SPD-Generalsekretärin zum Jäger-Final-Akt auf Amt und Amtsträger. NAHLES hetzt:  “Das Amt des Bundespräsidenten gehört nicht Christian Wulff. Egal was passiert?” Nahles kennt niemanden, der sich noch von einem solchen Präsidenten ein Bundesverdienstkreuz verleihen lassen will, oder gar eine “Urkunde” ausgehändigt bekommen möchte. Nahles hat denn vorfreudig auch “erhebliche Zweifel, dass der Bundespräsident diese Affäre übersteht”.

Schuld an allem ist natürlich die Merkel-Regierung. Es war ja schließlich die Bundeskanzlerin, die diesen “phony” aus dem Hut gezaubert hat. Nahles agitiert: “Die Affäre Wulff ist auch eine Affäre Merkel”.

Andrea Nahles, die nach eigenem Bekunden auch schon mal “in Brüssel bei einer Patentante für eine Schachtel Praline übernachtet hat”, räumt ein, dass “wir” einen Bundespräsidenten dennoch brauchen, weil er “dazu da ist, Anerkennung auszusprechen”, so die SPD-Generalsekretärin Nahles in der ihr verständnisvoll gesinnten BILD am SONNTAG. Dem Christian Wulf, der aber auch “anderen die Leviten lesen” sollte, sei dies jedoch “momentan nicht mehr möglich”, weiß die Sozialdemokratin Nahles.

Fazit: Die Sozialdemokraten sind einerseits dabei, ihre Taktik und Strategie unter Anleitung ihrer ehrgeizigen Generalsekretärin umzufunktionieren. Parteichef Gabriel hat bereits gezuckt: er will mit Nahles zusammen/gemeinsam den Kanzlerkandidaten der linken Allianz für 2013 (oder früher) ausgucken. Die Option lautet nicht mehr: Nur mit den GRÜNEN. Denn: der in Berlin demonstrierte SPD-Zweifel an der Zuverlässigkeit der Grünen, wie er vom Regierenden Bürgermeister Klaus WOWEREIT “kultiviert” wurde, als er die multikulturellen Ökologen aus den Koalitionsverhandlungen katapultierte, hat offen gelegt, dass die SPD eher auf Große Koalition (unter CDU- o d e r  SPD-Führung) gepolt werden soll, als auf ein von Linkspartei und Piraten geduldetes Koalitionsgebilde. Berlin war der Anfang. Das Saarland könnte Probelauf Nr.2 folgen.

Andererseits plädieren noch führende Genossen ausschließlich für eine Koalition mit den “Gesinnungsgenossen” DIE GRÜNEN. Das Düsseldorfer Modell – zur Not rotgrüne Minderheitsregierung mit “Duldung” der Linkspartei – auf deutsch: in Zusammenarbeit mit Die Linke — bleibt weiterhin  i h r Zukunfskonzept – nunmehr auch auf Bundesebene.

Für die Sozialdemokraten sind die Liberalen ohne Bedeutung. Denn die FDP befindet sich ja “in Wahrheit in einer wirklich existenziellen Krise”, hat auch Nahles bemerkt. Das bedeutet für die SPD laut Generalsekretärin in der BamS: “Diese FDP brauchen wir nicht.” (Quellen: BamS/spd-de)

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