SPD-Frau zur Linkspartei

GiNN-BerlinKontor.-–Sigrid LEUSCHNER (61) , seit 44 Jahren SPD-Politikerin  in Hannover und seit 18 Jahren SPD-MdL, ist 7 Tage vor der Landtagswahl in Niedersachsen  zur Partei DIE LINKE übergelaufen. Nachdem die Ehefrau des Ex-Bundeskanzlers Gerhard SCHRÖDER (SPD) Doris SCHRÖDER-KÖPF(49) Leuschner in einer Kampfabstimmung an ihrer Stelle zur SPD-Direktkandidatin im Wahlkreis Hannover-Döhren gewählt worden war, hatte Leuschner “empört und zornig” reagiert. Ihre Genossen hätten sie  ”ins offene Messer rennen lassen”, so ein Ex-Parteifreund.

DIE LINKE hiess die neue Genossin “hoch erfreut herzlich willkommen”.Parteichef Bernd RIEXINGER höhnte: “Wir – DIE LINKE – sind der richtige Platz für aufrechte Sozialdemokrat/innen.” Matthias HÖHN, Bundesgeschäftsführer der LINKEN,  erklärte in Berlin, man habe “absolute Hochachtung” für den Parteiwechsel der Ex-SPD-Landtagsabgeordneten. Höhn: ”Nachvollziehbar ist das, und so freut es mich, Frau Leuschner bei der LINKEN begrüßen zu dürfen. Ihre Sachkenntnis und ihr Einsatz für soziale Gerechtigkeit werden uns in Niedersachsen von großem Nutzen sein. Auch, weil ihr Schritt noch unentschlossenen Wählerinnen und Wählern zeigt: Wenn links, dann richtig links.”

Als Grund – so wird berichtet – habe Sigrid Leuschner zudem “Inhaltsleere der SPD in Niedersachsen an und “Sachentscheidungen im SPD-Wahlprogramm sowie das Auftreten des SPD-Kanzlerkandidaten Peer STEINBRÜCK” angegeben.

Leuschner selbst kritisierte auf ihrer Website scharf das “fehlende Engagement der SPD für Verbraucherschutz und Arbeitnehmerrechte im öffentlichen Dienst”. Die Ex-Sozialdemokratin war seit 1995 Vorstandsvorsitzende der Verbraucherzentrale Niedersachsen. Sie ist Mitglied der Gewerkschaft ver.di, der Arbeiterwohlfahrt und des Sozialverbandes Deutschland.

Der SPD-Spitzenkandidat in Niedersachsen, Stephan WEIL, sagte zu dem Parteiwechsel Leuchners in Hannover: “Rache ist nie sympathisch und wird von Wählern auch nicht belohnt.”

Nach der Wahl zum 16. Niedersächsischen Landtag am 27. Januar 2008 hatte die SPD zunächst 48 Abgeordnete im Landtag , 19 Direktmandate und 29 Mandate über die Landesliste.

Im Juni 2009 trat die Landtagsabgeordnete Swantje Hartmann – sie hatte den Wahlkreis 67 (Delmenhorst) direkt gewonnen – aus der SPD aus und trat zur CDU über. Seitdem sassen 47 SPD-MdLs im niedersächsischen Parlament.

Landtagswahl 2008:

CDU        43,5 %     68 Sitze

SPD        30,3 %      48 Sitze

FDP         8,2 %        13 Sitze

GRÜNE      8 %         12 Sitze

LINKE         7,1 %      11 Sitze.  (Quellen: die-linke/sozialisten/ndr/spd-ns/lt-ns).

 

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