Spannungen zwischen USA und Pakistan

GiNN-BerlinKontor.—US-Präsident George W. BUSH hat Pakistans Führer General Pervez MUSHARRAF aufgefordert, “aggressiver” gegen Taliban – und Al Qaida-Terroristen in seinem Land vorzugehen. Bush drohte laut “New York Times” damit, der US-Kongress könnte – nun mit den Mehrheiten der Demokraten – die Hilfen für Pakistan einstellen. US-Vize-Präsident Dick CHENEY, der bereits Japan, Guam und Australien besuchte, traf zu Blitzbesuchen in Rawalpindi/Pakistan und in Kabul/Afghanistan ein.


In Washington D.C. wird kolportiert, Musharraf habe im Grenzgebiet zu Afghanistan mit einigen Taliban-freundlichen Stammesführern “geheime Absprachen” getroffen und “dulde” Al Qaida-Ausbildungslager auf seinem Territorium. Dies habe es den Terror-Netzwerken ermöglicht, sich wieder neu zu gruppieren und zu organisieren, melden US-Geheimdienste. Mustarraf versuche, “seinen Kopf zu retten”, um einem möglichen Putsch gegen ihn mit Unterstützung der Taliban vorzubeugen, heißt es.

US-Nachrichtendienste hatten mehrere Ausbildungslager in dem gebirgigen, schwer zugänglichen Nord Waziristan an der afghanisch-pakistanischen Grenze ausgemacht. Hier würden auch Teile der Taliban-Kämpfer ausgebildet. Die Waziris gelten als unabhängige, besonders religiös-fanatische Krieger mit eigenen Gesetzen. Sie haben ihre Dörfer zu kleinen Festungen ausgebaut. Die Region gilt als Zufluchtstätte für gejagte Terroristen.

Es wird vermutet, dass in Nord Warizistan die geplanten Frühjahrsoperationen der Taliban-Kämpfer koordiniert werden, die in Afghanistan beginnen sollen, “sobald der Schnee geschmolzen ist”. Den US-Streitkräften und ihren Alliierten ist es offensichtlich in den letzten fünf Jahren nicht gelungen, die Taliban-Kommandostruktur und -Schlagkraft entscheidend zu schwächen.

Das US-Verteidigungsministerium prüft angeblich mehrere Strategien. Das Pentagon soll angeblich einen militärischen “strike” gegen die Taliban-Kommando-Zentralen befürworten, so weit sie überhaupt präzis auszumachen sind. Im State Department befürchtet man zu hohe Verluste unter der Zivilbevölkerung. Die Taliban haben sich bekanntlich inmitten der Zivilbevölkerung “eingebunkert”, so dass bei militärischen Anti-Taliban-Operation zivile Opfer fast nie zu vermeiden sind.

Die USA haben ihre Truppenpräsenz in Afghanistan um 3200 Soldaten verstärkt. Mit der Frühjahrsoffensive der Taliban wird in wenigen Wochen gerechnet.

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

*

* Copy this password:

* Type or paste password here:

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>