Sorgenvoller Einbruch der Aktienkurse

GiNN-BerlinKontor.-–Die Verstaatlichung der spanische Sparkasse CajaSur (Sitz Cordoba)  – sie gehört der katholischen Kirche – hat zum rasanten  Einbruch der Aktienkurse geführt. Die 45 Sparkassen des Landes decken die Hälfte des Bankengeschäfts. Auch der deutsche Aktienmarkt rutschte in die Verlustzione. Der Dax brach am 25.05. um 2,86 % auf 5640 Punkte ein und fiel auf den tiefsten Stand seit Ende Februar. Der EUR-US$-Kurs sackte auf 1,22.  Der Grund: neben der Sorge um die spanischen Banken auch die Kriegsgefahr in Korea.

Die Bank CajaSur hatte schon 2009 einen Nettoverlust von € 596 Millionen gemeldet und auch im ersten Quartal 2010 über € 114 Mio verloren.  Die  Banco de España muss nun versuchen, die Bank mit   “mindestens € 500 Mio”  rekapitalisieren, um die Pleite der Bank aufztuhalten.  Der spanische Staat bürgt über seinen Hilfsfonds für die Verpflichtungen der Bank.  Spanische Sparkassen sind traditionell stark im Hypothekengeschäft engagiert und leiden seit geraumer Zeit unter “Faulen Krediten”.

Die  spanische Zentralbank in Madrid beeilte sich mitzuteilen, dass das spanische Bankensystem nicht gefährdet sei. Der Internationale Währungsfonds (IWF) forderte Spanien erneut zu  “schnellen und weitreichenden Reformen” auf. In dem IWF-Bericht heißt es,  die Wirtschaft Spaniens habe sich “nur schwach” entwickelt.  Das Land brauche dringend  Reformen auf dem Arbeitsmarkt und eine Konsolidierung des Bankensektors – das Staatsdefizit  sei viel zu hoch. Zudem habe Spanien  zu hohe Auslandsschulden.  Der IWF sieht jedoch gewisse Fortschritte bei den  ersten spanischen Versuchen  zur  Konsolidierung des Haushaltes. So lobt der IWF die Lohnsenkung im öffentlichen Dienst.

Aus Spanien wird zudem gemeldet, das die Sparkassen Cajastur, Caja de Ahorros del Mediterraneo, Caja Extremadura und Caja Cantabria ihre Absicht  erklärt haben, zu fusionieren , um “die Liquidität und Vermögenswerte“ der einzelnen Banken stärken.

Es bleibt die große Sorge, dass sich die Finanzkrise  “nach Griechenland und Spanien”, ausweitet.  Noch stehen griechische und spanische Finanzwerte an der Spitze der Investoren-Verkaufsliste.  Fazit: die paneuropäische Schuldenkrise treibt die Aktienkurse nicht nur in Europa – hoffentlich vorübergehend -  in den Keller.

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