Snowden Kreml-Spion?

GiNN-BerlinKontor.—Die Vorsitzenden beider Geheimdienste-Ausschüsse im US-Kongress,  Michael J. ROGERS (House Intelligence Committee), und Dianne FEINSTEIN (Senate Intelligence Committee) haben erstmals öffentlich erklärt, der Ex-NSA-Mitarbeiter Edward J. SNOWDEN, der seit Juni 2012 als „Asylant“ in Moskau lebt, könnte bereits mit russischen Spionagebehörden zusammen gearbeitet haben. als er noch unter Vertrag bei der US National Security Agency stand. Der MIAMI HERALD schrieb: „Congressional intelligence  leaders suggested that Edward J. Snowden worked for the Russians while he was still a U.S. contractor“.

Bereits im Frühjahr 2012 seien Vermutungen laut geworden, Snowden hätte von der NSA-Behörde in Hawaii aus „für einen ausländischen Nachrichtendienst“ gearbeitet („collabrating with a foreign spy service“). Er könnte „wissend oder nicht-wissend“ von einem fremden Nachrichtendienst „geführt“ worden sein.  So erklärte zum Beispiel John R. SCHINDLER, Professor am U.S. Naval War College: “Snowden is very likely an agent of Russian intelligence”.

Es sei sicherlich kein „Zufall“ gewesen, dass Snowden in Moskau „in die Hände, in die glücklichen Arme eines FSB-Agenten” lief, so Mike Rogers in der TV-Sendug NBC-„Meet the Press“.  “Snowden ended up in the hands, and loving ams of an FSB agent in Moscow”. Dafür müsse es gute Gründe gegeben haben. FSB ist der Inlandsgeheimdienst der Russischen Föderation. Der Dienst gilt als Nachfolgebehörde des sowjetischen KGB.

Mike Rogers verwies darauf, dass Snowden vor allem „Militärdaten“ verraten habe und verwies auf einen bisher nicht veröffentlichten  Bericht des US-Militärgeheimdienstes Defense Intelligence Agency (DIA), der die von Snowden “abgeräumten” Geheimakten auf 1,7 Millionen schätzt – Daten, welche die Operationen der US-Armee, Marine, und der Luftwaffe sehr gefährdeten. Die Kosten für die nun notwendige Umschaltung aller Operationspläne in nahezu allen US-Sicherheitsbereichen würden Milliarden von US-Dollar kosten, so der Abgeordnete des Bundesstaates Michigan im US-Repräsentantenhaus und  Vorsitzender im .House Intelligence Committee, Michael Rogers.

Rogers gab zudem zu Bedenlen, dass Snowden ohne Schwierigkeiten („smooth entry“) in Hongkong einreisen konnte.  Auch dies sei vermutlich vorzeitig gründlich geplant und vorbereitet worden.

Dianne Feinstein sagte in der gleichen Sendung auf die Frage, ob auch sie glaube, das Snowden „von den Russen” Hilfe erhielt:  „Dies könnte wohl sein“ („He may well have“). Bisher seien dies jedoch nur Mutmaßungen. Feinstein und Rogers wollen im Auftrag ihrer Ausschüsse ihre Untersuchungen fortsetzen. (Quellen: Miami Herald/WP/NYT, NBC)

 

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