Sicherheitsgipfel in Singapur

GiNN-BerlinKontor.—Politische Spannungen, territoriale Ansprüche, Flüchtlingskrisen, Terrorismus, Piraterie und Menschenhandel bedrohen die Sicherheit auch im pazifisch-asiatischen Raum. Die Region zählt mit inzwischen 60 % der Weltbevölkerung im internationalen Vergleich zu den sich am schnellsten entwickelnden Teilen der Welt.

Die sicherheitspolitische Lage dort ist gegenwärtig vor allem durch Spannungen im südchinesischen Meer geprägt. Auf dem Shangri-La Dialog in Singapur”- einer der bedeutendsten Sicherheitskonferenzen weltweit – haben sich Vertreter vieler Regierungen besorgt über die sich zuspitzende Situation geäußert.

US-Verteidigungsminister Ashton CARTER kündigte in Singapur ein Multi-Millionen-Dollar-Programm der US-Regierung für maritime Sicherheit im asiatisch-pazifischen Raum an. Insgesamt US-$ 425 Millionen sollen dafür bereitgestellt werden.

Defense Secretary Ash CARTER outlined a dual approach to China, which recently has sought to establish its hold on islands, reefs and shoals in the South China Sea by dredging and building airstrips and military outposts on territories claimed by multiple nations….”Our rebalance ensures that the U.S. will remain the primary provider of regional security and a leading contributor to the region’s principled security network.”

An der Sicherheitskonferenz im asiatisch-pazifischen Raum – “ISS Asia Security Summit: The Shangri-La Dialogue” (3.-5.Juni) istunter 52 Nationen - auch Deutschland beteiligt. Die Verteidigungsminster z.B. aus USA, Kanada, Frankreich, Indien, India, Indonesien, Japan, Italien, Süd-Korea, Malaysia, New Zealand, Singapur und Vietnam und Vietnam nehmen teil.

Die Philippinen, Malaysia und Brunei erheben Anspruch auf Teile der chinesischen Spratly-Inseln. Die Gruppe der rund 100 Atolle, Riffe und Inseln erstreckt sich über Hunderte Kilometer. Taiwan, Vietnam und China beanspruchen jeweils das gesamte Gebiet. Dort werden riesige Vorkommen an Öl und Erdgas vermutet.

Die Volksrepublik China führt dort seit Jahren umfangreiche Landaufschüttungen durch. Die anderen Staaten fürchten, dass Peking die künstlich geschaffenen Flächen im Meer militärisch nutzen könnte und das Gebiet quasi besetzt. Nach Angaben von US-Behörden hat China auf den künstlichen Inseln bereits mobile Artillerie-Systeme stationiert.

Besorgnis sei auf der Konferenz spürbar geworden, dass durch Chinas Macht- und Territorialansprüche die Stabilität in der Region und die friedliche Entwicklung gestört werden könnten, sagte Deutschlands Verteidigungsministerin Ursula VON DER LEYEN (CDU) in Singapur. Man spürt deutlich, dass die Spannung in der Region hoch ist, aber solche Zeiten können auch eine Chance bieten, gemeinsam nach einer Lösung zu suchen und sich gemeinsam zu bewegen”, so die Ministerin.

Mit dem IISS Asia Security Summit: The Shangri-La Dialogue ist das Institut auch Veranstalter einer Sicherheitskonferenz im asiatisch-pazifischen Raum, an der auch Deutschland beteiligt ist.

Das International Institute for Strategic Studies (IISS) ist ein britische Forschungsinstitut auf dem Gebiet der internationalen Beziehungen. Es beschreibt sich selbst als weltweit führende Autorität, was Militärpolitik und politisch-militärische Konflikte betrifft. Der Hauptsitz befindet sich in London.

IISS-Niederlassungen gibt es in Washington D.C., Singpur und in Barain. Gegründet wurde das IISS 1958 in Großbritannien. (Quelle: bmvg.de/defense.gov.)

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

*

* Copy this password:

* Type or paste password here:

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>