Schwerer Bombenangriff auf Qana/Libanon – Hisbollah droht mit Vergeltung – UNO-Botschaft in Beirut gestürmt

GiNN-Global iNet News.– Ein schwerer Bombenangriff der israelischen Luftwaffe auf die libanesische Stadt Qana östlich der Küstenstadt Tyrus hat über 60 Todesopfer -darunter 37 Kinder – gekostet”, melden Agenturen aus Beirut. Das Rote Kreuz teilte mit, viele Kinder und Frauen seien unter den Opfern. Hisbollah kündigte “Vergeltung” an. Libanesische Demonstranten stürmten die diplomatische Vertretung der Vereinten Nation (UN0) in Beirut und zertrümmerten die Inneneinrichtung.

Israel hatte zuvor die Zivilbevölkerung mehrfach über Radio und mit Flugblättern aufgefordert, die Stadt zu verlassen, weil der Angriff bevorstehe. Tausende folgten dem Aufruf, aber viele blieben in ihren Häusern und Wohnungen. In der Stadt befanden sich auch Flüchtlinge.

In dem Evakuierungsaufruf hiess es: “Da terroristische Aktivitäten von Ihren Dörfern und Häusern aus gegen den Staat Israel durchgeführt werden, sind unsere Verteidigungs-Streitkräfte gezwungen, sofort dagegen vorzugehen – auch in Ihren Wohngebieten. Zu Ihrer Sicherheit fordern wir Sie auf, ihre Dörfer und Häuser sofort zu verlassen und nördlich des Litani Flusses Schutz zu suchen.”
“To all citizens south of the Litani River

(O-Ton: “Due to the terror activities being carried out against the State of Israel from within your villages and homes, the IDF is forced to respond immediately against these activities, even within your villages. For your safety! We call upon you to evacuate your villages and move north of the Litani River.”)

Die israelische Streitkräfte erklärten nach dem tragischen Angriff, man befinde sich im Krieg und Qana sei “Kampfgebiet” (a combat zone). Von dieser Stadt aus seien hunderte von Raketen abgeschossen worden, die in im Norden Israel einschlugen. Hisbollah nutzten rücksichtslos zivile Bürger als “Schutzschilde”, um auf dem “Schlachtfeld der psychologischen Kriegsführung” zu punkten.

Bodentruppen der israelischen Armee weiteten ihre Einsätze nach Norden aus. Um den libanesischen Grenzort Taibe gab es Gefechte mit den Hisbollah-Milizen, teilte eine Armeesprecherin in Tel Aviv mit.

Bei Bombenangriffen auf Masnaa an der Grenze zu Syrien wurden erneut zwei UNO-Beobachter verwundet. Israel versucht im Grenzgebiet vor allem die Straße zwischen Beirut und Damaskus zu zerstören, um Waffenlieferungen an die Hisbollah-Miliz zu unterbinden.

Die US-Außenministerin Condoleezza RICE, die erneut zu Gesprächen nach Israel gereist ist, sagte ihren Besuch in Beirut ab. Sie wird am 31.07. wieder in Washington D.C. zurück erwartet.

Israels Ministerpräsident Ehud OLMERT sagte in Jerusalem, sein Land sei “nicht in Eile, eine Waffenruhe zu erreichen”. Vorher müssten Fortschritte im diplomatischen Prozess und Vorbereitungen für eine internationale Truppe erreicht werden. Der Angriff auf Qana erfülle ihn und alle Israelis mit “Sorge und tiefster Trauer”.

“Der tragische Vorfall in Kana zeigt erneut, dass oberste Priorität nun ein schnellstmöglicher Waffenstillstand sein muss”, erklärte Bundesaußenminister Frank-Walter STEINMEIER in Berlin. Er habe mit Entsetzen von den Berichten über zahlreiche zivile Opfer in Qana erfahren. “Das furchtbare Leid besonders der unschuldigen Kinder und Frauen erfüllt uns alle mit tiefem Mitgefühl.”

Libanons Ministerpräsident Fuad SINIORA forderte einen “sofortigen und bedingungslosen Waffenstillstand”. Er werde keine weiteren Verhandlungen mehr führen. Das “israelische Massaker” im Libanon sei ein “Kriegverbrechen” und müsse “international untersucht werden.”

Dazu erklärte der Israel Information Service: “Die Terror-Organisation Hisbollah, die sich der Vernichtung Israels verschrieben hat und den Süden Libanons kontrolliert, hat über 12 000 Raketen auf Israel gerichtet und bereits Tausend davon in den letzten Tagen auf Israel abgeschossen. Der massive Einsatz dieser Raketen durch die Hisbollah, der Hunderte von zivilen Verletzten und Todesopfern fordert, und weite Zerstörungen anrichtet, macht Israels Aktion unumgänglich.

Die Terroristen verstecken sich und ihre Raketen vorsätzlich inmitten der Wohnviertel und gefährden damit die Bevölkerung. Tatsächlich sind viele der bereits auf Israel abgeschossenen Raketen von Privathäusern aus abgefeuert worden, um Israels Reaktion zu durchkreuzen, da die Hisbollah-Terroristen die sie umgebenden Zivilisten als Schutzschilde für ihre Angriffe missbrauchen.”

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