Schäuble:EURO hat sich bewährt

GiNN-BerlinKontor.—”Wir werden in den Geschichtsbüchern lesen, dass diese Krise Europa noch stärker zusammengebracht hat”, zeigte sich Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble im Gespräch mit BILD de überzeugt. Da sich die EURO-Zone in den vergangenen Jahren weiterentwickelt habe, könne Zypern jedoch als Einzelfall betrachtet werden. Schäuble sieht den EURO “gesichert”. 

Schäuble unterstrich in BILD, Spareinlagen bis 100.000 Euro seien “überall in der EU geschützt. In Deutschland und in vielen anderen Staaten geht die Sicherung weit über diese Summe hinaus. Die Spareinlagen in Europa sind sicher.”

In Zypern – so der deutsche Finanzminister – sei die beiden großen Banken “faktisch nicht mehr zahlungsfähig” gewesen und der zypriotische Staat habe “auch nicht mehr das Geld, um die Einlagen zu sichern – auch nicht die 100.000 Euro.”

Die anderen Staaten der EURO-Gruppe hätten daher Zypern  helfen müssen. Schäuble: “Gemeinsam haben wir in der EURO-Gruppe entschieden, Eigentümer und Gläubiger an den Kosten zu beteiligen, also diejenigen, die die Krise mit verursacht haben. Chance und Risiko sind zwei Seiten einer Medaille. Das stärkt die Glaubwürdigkeit bei den Steuerzahlern in den EURO-Staaten und damit auch das Vertrauen in den EURO.”

Die Zypern-Krise habe gezeigt, dass die Turbulenzen nicht auf andere Länder Südeuropas ausgestrahlt hätten, sagte Schäuble. Das sei 2012 anders gewesen ” als wegen der anstehenden Neuwahlen in Griechenland plötzlich die Zinsen für ganz Südeuropa in die Höhe schossen”. Auch die Finanzmärkte hätten verstanden: “Wir sind besser vorbereitet. Wir haben viel erreicht.”

Der EURO – so unterstrich Schäuble – habe sich auch in der Krise bewährt. Bis jetzt sei alles ” viel besser gelaufen, als die vielen Experten vorhergesagt haben.” Finanzminister Schäuble: ” Wenn man betrachtet, wie es zu meiner Jugendzeit in Deutschland und Europa aussah, muss man doch sagen: Wir leben in einer sehr glücklichen Zeit.” (Quelle: cdu.de)

THE NEW YORK TIMES meint jedoch in einem Leitartikel: “Cyprus Was Not an Exception”, Europa wäre gut beraten, sein Augenmerk auch auf Länder wie Luxemburg und Malta zu richten Die Zypern-Krise habe gezeigt, dass Bankensysteme, die größer sind als ihre Wirtschaften, äußerst gefährlich sind. Nikosia habe mit Banken kämpfen müssen, die sieben Mal größer waren als Zyperns Wirtschaft. Nicht nur Zypern, sondern auch Luxemburg und Malta seien “Steueroasen”, so die NYT – “serving big corporation and suprerrich”.

Weiter heißt es, Europa müsse sich endlich auf eine Banken-Union einigen, die von der Europäischen Zentralbank “überwacht” (“supervised”) werde. Nur eine Banken-Union würde würde Sparern und Anlegern wieder Vertrauern zurückgeben.
In Zypern sei das “Chaos” nach der Wiedereröffnung der Banken dieses Mal ausgeblieben, die Europäer aber könnten das nächste Mal nicht so viel Glück haben – “Europeans may not be as lucky next time.” (nyt- 02.04.)

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