Schäuble kontra Moody’s und ifo

GiNN-BerlinKontor.—Bundesfinanzminister Wolfgang SCHÄUBLE (CDU) hat die Entscheidung der US-Ratingagentur Moody’s, den Ausblick für die deutsche Bonität zurückzustufen, als “falsch” bezeichnet. Er sagte der WELT am SONNTAG (29.07.), die Finanzmärkte nähmen “die Ratingagenturen gar nicht mehr so wichtig, wie man in den letzten Tagen beobachten konnte”. Der deutsche Finanzminister erwartet dadurch keine steigenden Zinsen.  Solange Deutschland ein so niedriges Zinsniveau habe, sei es für ihn als Haushaltsminister gut, weil es die Ausgaben senke. “Auf der anderen Seite ist es für den Finanzminister aber auch ein Zeichen, dass die Märkte nicht in Ordnung sind”, sagte Schäuble der WamS.. Wenn Deutschland Geld praktisch umsonst geliehen bekomme, dann sei das “Ausdruck einer tief sitzenden Verunsicherung”.

Zum Moody’s-Outlook” sagte Schäuble weiter, natürlich sorge die Krise in der EURO-Zone für Risiken. Aber kein Land profitiere so von der Gemeinschafrtswährung wie Deutschland. “Deshalb ist es auch richtig, dass wir einen Beitrag zur Lösung der Krise leisten.”

Wolfgang Schäuble attackierte auch das Münchner Ifo-Institut unter Leitung des Professors Hans-Werner SINN, der behauptet hatte, ein Verbleib Griechenlands in der EURO-Zone würde Deutschland € 89 Milliarden kosten – ein Austritt dagegen “nur” € 82 Milliarden.

Der Finanzminister zu den ifo-Berechnungen: “Ich finde, Milchmädchen dürfen Milchmädchenrechnungen vorlegen”. Bei Professoren sehe das anders aus. “Mit der Autorität von akademischen Titeln und von wissenschaftlichen Instituten, die mit viel Geld vom deutschen Steuerzahler subventioniert werden, ist eine besondere Verantwortung verbunden”, so der CDU-Politiker Schäuble. Die Ifo-Zahlen seien “mal wieder ein Beispiel dafür, wie man dieser Verantwortung nicht sonderlich gut gerecht wird”, sagte Schäuble. Das Ifo-Institut habe Risiken gleichgesetzt mit Verlusten im Haushalt. Das ist sei “alles andere als sachgerecht.” (Quelle: WamS)

 

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