Samuel P. Huntington gestorben

GiNN-BerlinKontor.—Am 24.12.2008 ist der US-Politikwissenschaftler Samuel  Phillips HUNTINGTON (81)  in Martha´s Vineyard/USA verstorben.  Huntington war der Autor bzw. Mitautor von 17 Büchern. Zu seinen bekanntesten Werken zählt “The Clash of Civilizations” (“Kampf der Kulturen”). Darin vertritt er die These, dass zukünftige Konflikte nicht zwischen Staaten, sondern an den Bruchstellen kultureller und religiöser Differenzen auftreten würden. Huntington lehrte 58 Jahre lang an der Havard Univerty/Massachusett.


Seine akademische Laufbahn begann Huntington 1950 mit einer Dozentur an der Harvard University in Cambridge.  1962 erhielt er einen Lehrstuhl für Internationale Beziehungen. 1963 wurde er Mitarbeiter am renommierten “Centre for International Affairs” der  Harvard Universität und leitete dieses Institut 1978-1989.

Huntington identifizierte acht “Kulturkreise”, die er nach Religionen einteilte. Er sah ein erhöhtes Konfliktpotenzial, insbesondere an den “blutigen Grenzen” des Islam.  Für Huntington geht in diesem Jahrhundert die größte Gefahr für den Frieden nicht mehr von der Kluft zwischen Ideologien aus, sondern von einer steigenden Konfrontation zwischen den christlichen und islamischen Religionen, den Zivilisationen in  USA, Europa, Lateinamerika,  Afrika, Asien, Russland , Indien und Pakistan sowie der Islam- und Hindu-Zivilisation und den japanischen und “sinologische” Zivilisationen in China, Korea und Vietnam. 1978 berief US-Präsident Jimmy CARTER Samuel Huntington in den Nationalen Sicherheitsrat der USA.

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