SABINE CHRISTIANSEN: Deutsche Frauen – zurück zu Herd und Wickeltisch?

GiNN-Global iNet News.—SABINE CHRISTIANSEN diskutiert am Sonntag, den 30. April, das Thema: “Deutsche Frauen – zurück zu Herd und Wickeltisch?”
Die Gäste sind:
Ursula VON DER LEYEN (Bundesfamilienministerin, CDU)
Alice SCHWARZER (Journalistin, Feministin)
Susanne GASCHKE (Autorin, Emanzipations-Kritikerin)
Hans-Olaf HENKEL (Ex-BDI-Präsident)
Wolfgang OCKENFELS (Sozialethiker, Dominikanerpater)
Rudolf FRISCH (familienfreundlicher Unternehmer)

Ursula von der Leyen, forsche Familienministerin und Mutter von 7 Kindern, die scheinbar mühelos Großfamilie und Top-Karriere unter einen Hut bringt, hat eine heftige Debatte über die Rolle von Frau und Familie losgetreten: Da geht es zum einen um das „Elterngeld“, das vom nächsten Jahr an nur in voller Höhe ausgezahlt werden soll, wenn sich auch die Väter zwei Monate hauptberuflich um ihre Kinder kümmern.

Ein unzumutbarer Eingriff ins Privatleben, empörten sich führende Leute gerade in von der Leyens Christenunion: Man(n) brauche wirklich kein „Wickel-Volontariat“, grummelte zum Beispiel CSU-Landeschef Peter Ramsauer. Doch zugleich melden sich, vom Schulterschluss der Ministerin mit den Kirchen animiert, waschechte Konservative und fordern die Rückkehr der Frauen an Herd und Wickeltisch: Angesichts der Alterspyramide und des viel zu geringen Nachwuchses in deutschen Landen müssten gerade auch gebildete Frauen ihren „Egoismus“ zurückstellen und sich wieder stärker ihrer „eigentlichen“ Rolle als Frau und Mutter widmen. Die ganze Emanzipation sei ein Fehler gewesen!

Wohin also, deutsche Frauen? Rolle rückwärts zu einem früheren Gesellschaftsbild? Oder mehr Kitas, mehr Kindergärten, mehr staatliche Unterstützung? Wie lassen sich gute Ausbildung, persönliche Freiheit und die Rolle in Beruf und Familie sinnvoll vereinbaren? Darüber spricht SABINE CHRISTIANSEN am Sonntag, den 30.04. ab 21:45 h mit ihren Gästen.

Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen (CDU) hat angedeutet, dass sich die Bundesregierung auf den von der CSU vorgeschlagenen Kompromiss zum Elterngeld einigt. In der Aufzeichnung der o.a. ARD-Sendung sagte von der Leyen: „Die Zahl ist völlig irrelevant, was das Grundprinzip angeht.“ Die CSU hatte vorgeschlagen, das Elterngeld prinzipiell zwölf Monate auszuzahlen und dann zwei fakultative so genannte „Vätermonate“ anzuschließen. Die Ministerin hatte hingegen zehn Monate plus zwei Vätermonate vorgeschlagen. „Da ist ja systematisch überhaupt gar kein Unterschied. Es ist völlig einerlei, ob die beiden Eltern sagen, wir wollen sechs Monate gemeinsam nehmen oder sechs Monate hintereinander, oder ob man es aufteilt zum Beispiel in acht Monate und in vier Monate“, sagte die Ministerin bei SABINE CHRISTIANSEN.

Am 28.04. hatten Vertreter der Bundesregierung noch Zeitungsberichte dementiert, nach denen sich die Minister in ihrer Kabinettsitzung am 1. Mai auf das CSU-Modell einigen wollten.

Von der Leyen bekräftigte, dass für sie die Einführung des Elterngeldes nur in einem gemeinsamen Konzept mit dem Ausbau der Kinderbetreuungsmöglichkeiten machbar sei. „Was wir nicht tun sollten ist, Elterngeld auszuspielen gegen Kinderbetreuung, denn beides gehört in ein geschlossenes Konzept“, so die Ministerin. Der Bund werde sowohl das Elterngeld umsetzen, als auch die Anstrengungen zum Ausbau der Betreuungsmöglichkeiten verstärken.

In der gleichen Sendung verteidigte die Bundesfamilienministerin ihr umstrittenes „Bündnis für Erziehung“ mit den beiden christlichen Kirchen. „Kinder brauchen Orientierung. Und dann wird es ganz praktisch: Die großen Kirchen haben in Deutschland 1,2 Millionen Kindergartenplätze, die anderen Religionsgemeinschaften 9000. Die Tür ist weit offen, und das wissen auch alle, wir nehmen gerne im Herbst den zweiten Schritt in Angriff.“ Oppositionspolitiker und freie Träger von Kinderbetreuungseinrichtungen hatten in der vergangenen Woche die Konzentration der Ministerin auf eine Zusammenarbeit mit den beiden großen christlichen Kirchen kritisiert.

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