Regierung erwägt Kurswechsel in Kernkraftpolitik

GiNN-BerlinKontor.-–Nach einer Meldung der ARD kann sich der Vizekanzler und Bundesaußenminister GUIDO WESTERWELLE vorstellen, die Verlängerung der Atomlaufzeiten in Deutschland auszusetzen. Die Sicherheit habe Vorrang vor Wirtschaftsinteressen, sagte er. Eine neue Risiko- und Sicherheitsanalyse sei nötig. Zuvor hatte die Bundeskanzlerin Angela MERKEL (CDU)  im ARD-Brennpunkt gesagt, sie wolle  “im Lichte der Ereignisse in Japan die deutsche Sicherheitsfrage mit den Ministerpräsidenten der Länder neu beraten”.  Kernenergie sei und bleibe eine “Auslauftechnologie”. Die deutsche Regierungschefin hält  jedoch  “nach Maßgabe dessen, was wir wissen” die deutschen Kernkraftwerke weiterhin für  “sicher” – auch nach der unerwarteten Kernschmelze in einem japanischen AKW . “Sonst” – so Merkel -  “müsste ich die AKWs nach meinem Amtseid sofort abschalten”.

Weiter betonte die Kanzlerin: “Wir haben die Frage zu beantworten, ob die Kernkraftwerke heute und morgen sicher sind. Diese Frage stelle sich nach den Ereignissen in Japan neu. Man könne jetzt nicht zur Tagesordnung übergehen.”

Der für Reaktorsicherheit in Deutschland verantwortliche Minister Norbert RÖTTGEN (CDU) sagte in Berlin vor der Presse: “Auch in der Patei der CDU muss neu diskutiert werden, weil wir eine neue Lage haben und und da kann auch die CDU nicht mit den Antworten von gestern kommen, wenn sich heute die Welt geändert hat.” (Quellen: BMU,portal liberal).

Japans Nuclear and Industrial Safety Agency (NISA)  unterrichtete nach einer Mitteilung der Internationalen Atomenergiebehörde die IAEA, dass es am 14.03. nun auch im Reaktorblock 3  des AKW Fukushima Daiichi eine Wasserstoffexplosion “(hydrogen explosion”) gegeben habe. In der Nähe des Reaktors seien jedoch keine erhöhten Radioaktivitätwerte gemessen worden, sagte der japanische Regierungssprecher Yukio EDANO. Der  innere Schutzmantel des Reaktors (” the primary containment vessel”)  habe aber standgehalten. Die japanische Atombehörde NISA bestätigte jedoch, dass Cäsium-137 und Jod-131 in der Nähe des AKWs Fukushima Daiichi Block 1  gemessen wurde..

Laut Bundesamts für Strahlenschutz herrscht derzeit in Japan eine Wetterlage vor, die  freigesetzte radioaktiven Stoffe in Richtung Osten auf den Pazifik drängen könnte. (NISA, IAEA org.,bfS,BMU)

US-Präsident Barack H. OBAMA entsandte Verbände der US-7th Fleet mit dem Flugzeugträger USS Ronald Reagan vor die japanische Küste sowie vier US-Zerstören und Unterstützungsschiffe. The New York Times meldete am 13.03., die “Ronald Reagan” hätte eine “radioaktive Wolke” durchfahren. The American Forces Press Service meldete, das US-Verteidigungsministerium habe die 150 km vor der Küste Japans operiernden US-Flottenverband wegen der Verstrahlungsgefahr für die Schiffsbesatzungen vorerst wieder zurückgezogen, bleibe aber in Bereitschaft: “The  U.S. 7th Fleet has temporarily repositioned its ships and aircraft away from Japan’s Fukushima Dai-Ichi Nuclear Power Plant after detecting low-level contamination in the air and on its aircraft operating in the area.” (AFPS)

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