Rechte Radikalisierung

GiNN-BerlinKontor.—-Nach einer Studie des Kompetenzzentrums für Rechtsextremismus- und Demokratieforschung an der Universität Leipzig ist die politische Einstellung der deutschen Bevölkerung zum Teil “polarisiert” und “radikalisiert”. Das Vertrauen in demokratische Institutionen und gesellschaftspolitische Einrichtungen wie die Parteien oder die Polizei habe deutlich nachgelassen. Vor allem rechtsextrem eingestellte Gruppen befürworteten zunehmend “Gewalt als Mittel der Interessensdurchsetzung”, so die Studie der Leipziger Sozialpsychologen.

Weiter heißt es: Die Ablehnung von Muslimen, Asylsuchenden, Sinti und Roma, und Homosexuellen habe  deutlich zugenommen. 50 % der für die Studie Befragten hätten zum Beispiel angegeben, sie fühlten sich “durch die vielen Muslime manchmal wie ein Fremder im eigenen Land.”  49,6 % sagten, Sinti und Roma sollten “aus den Innenstädten verbannt” werden. 40,1 % erklärten, es sei “ekelhaft, wenn sich Homosexuelle in der Öffentlichkeit küssten”.

Die Leipziger Studie kommt zudem zu dem Ergebnis, dass 22,7 % der Deutschen im Osten als ausländerfeindlich gelten, 19,8 % im Westen (bundesweit 20,4 %). Und: “Wer jetzt rechtsextreme Ansichten habe, werde diese noch einige Jahre vertreten.”

Für die “Mitte”-Studie der Universität Leipzig werden seit 2002 alle zwei Jahre bevölkerungsrepräsentative Befragungen durchgeführt.

 

DIE LINKE notierte: Die Studie «Die enthemmte Mitte. Autoritäre und rechtsextreme Einstellung in Deutschland». entstand in Kooperation mit der Rosa-Luxemburg-Stiftung, der Heinrich-Böll-Stiftung und der Otto-Brenner-Stiftung.

Horst Kahrs, Referent für Klassen- und Sozialstrukturanalyse in der Stiftung der Rosa Luxemburg, kommentierte: “Die Alternative für Deutschland (AfD) wirkt wie ein politischer Magnet auf Personen mit rechten Einstellungen.” (Quelle: uni-leipzig.de/die-linke.de)

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