Reallöhne stiegen um 1,3%

GiNN-BerlinKontor.—Wie das Statistische Bundesamt am 07.01. mitteilt, sind  die Reallöhne – die preisbereinigten Bruttomonatsverdienste vollzeitbeschäftigter Arbeitnehmer – im dritten Quartal 2010 im Vergleich zum dritten Quartal 2009 um durchschnittlich 1,3% gestiegen. Die Nominallöhne erhöhten sich im dritten Quartal 2010 um 2,5% gegenüber dem dritten Quartal 2009, die Verbraucherpreise im selben Zeitraum um 1,2%.

In den Bereichen Öffentliche Verwaltung, Verteidigung und Sozialversicherung (+ 0,2%)  sowie Erziehung und Unterricht (+ 0,7%) waren die Verdienstzuwächse am geringsten und konnten den Anstieg der Verbraucherpreise nicht ausgleichen. Die vergleichsweise geringen Anstiege der Nominalverdienste gegenüber dem Vorjahr in diesen Bereichen sind allerdings auf einen Sondereffekt zurückzuführen: Im dritten Quartal 2009 erhielten die Arbeitnehmer eine Einmalzahlung, die im dritten Quartal 2010 nicht anfiel (Basiseffekt).

In allen anderen Branchen stiegen die Verdienste stärker als die Preise. So erhöhten sie sich zum Beispiel im Verarbeitenden Gewerbe um 4,6%. Dieser Anstieg basierte nicht zuletzt auf dem weiteren Rückgang der Kurzarbeit. Die bezahlte Wochenarbeitszeit erhöhte sich in diesem Wirtschaftszweig im dritten Quartal 2010 gegenüber dem dritten Quartal 2009 um 3,7% von 36,8 Stunden auf 38,1 Stunden. Im Wirtschaftszweig Erbringung von sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen waren die Verdienste um 4,1% höher als im Vorjahr. Beschäftigte von Banken und Versicherungen erhielten 3,8% mehr Gehalt.

Ein vollzeitbeschäftigter Arbeitnehmer verdiente in Deutschland im dritten Quartal 2010 ohne Sonderzahlungen durchschnittlich 3 237 Euro brutto im Monat. Die höchsten Durchschnittsverdienste erzielten die Beschäftigten in den Wirtschaftszweigen Energieversorgung (€ 4 281) sowie Information und Kommunikation (€ 4 270). Die niedrigsten durchschnittlichen Bruttomonatsverdienste wurden im Gastgewerbe (€ 1 904)gezahlt. (Destatis)

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