Putins neue Militärdoktrin

GiNN-BerlinKontor.—Moskau hat am 26.12. 2014 eine neue Militär-Doktrin vorgelegt. Wie die Medien berichten, reagierte die Russische Föderation damit auf die “fundamentale Bedrohung von außen durch das westliche Militärbündnis NATO”. Begründet wird die Putin-Doktrin mit der angeblichden “Aufrüstung der NATO”, dem “Heranrücken der militärischen Infrastruktur der Allianz an die russischen Grenzen, sowie mit der “Destabilisierung in einzelnen Regionen”. NATO habe seine “Angriffskapazitäten” verstärkt und installiere ein “weltumspannendes System der Raketenabwehr”, so der Kreml.

Größte Gefahr entstehe – so Moskau – durch das geplante “US-Raketenschild” in Europa, das Konzept eines Prompt Global Strike – ein “umgehender, weltweiter Schlag”, die jedes beliebige Ziel innerhalb einer Stunde treffen kann. sowie die anstehende “Stationierung von Kampfwaffen im Weltraum”.

Wegen der Spannungen mit der NATO will Russlands Militär auch die Eisenbahn-Raketen-Züge der UdSSR reaktivieren – die jedoch in ihrer “Treffgenauigkeit und Reichweite” den alten Raketen-Zügen weit überlegen sein würden.

Der russische Außenminister Sergej LAWROW schließt nicht aus, dass Atomwaffen auch auf der Krim stationiert werde, meldet sputnik.news.com. Russland erwäget zudem die “oerativ-taktischen Iskander-M-Systeme” in Stellung zu bringen. Dies sei bereits Anfang Dezember im Gebiet von Kaliningrad (Köngisberg) im Rahmen eines Manövers geschehen,

Präsident Wladimar W. PUTIN lobte auf dem Neujahrs-Empfang im Kreml ausdrücklich die “Rückkehr der Krim in die Russische Föderation” – “the return of Crimea and Sevastopol to their native Russia.” Dies sei vom russischen Volk so gewollt.

Teil der russischen Militärdoktrin 2914 – so RIA Novosti *)- bleibe weiterhin die “atomare Abschreckung”. Russland behalte sich das Recht vor, bei einem Angriff auf das eigene Territorium oder auf Verbündete sowie bei einer Bedrohung für das “Fortbestehen des Staates” Atomwaffen einzusetzen.

*) Hinweis: RIA Novosti und Die Stimme Russland firmieren künftig unter sputnik.com

Der deutsche Außenminister Frank-Walter STEINMEIER (SPD) in DER SPIEGEL äußerte sich wie folgt: (Auszüge): “Das Verhältnis zwischen NATO und Russland war eigentlich nie tonloser, als es zurzeit ist. Wir reden nur übereinander, nicht miteinander.”

“Sicherheit in Europa ist ohne Russland nicht möglich, Sicherheit für Russland nicht ohne Europa. Deshalb müssen wir die beschädigte europäische Sicherheitsarchitektur wieder in Ordnung bringen”

“Feste Verwurzelung im Westen und Offenheit gegenüber Russland gehören zusammen.”

“Wer Russland wirtschaftlich in die Knie zwingen will, irrt gewaltig, wenn er glaubt, dass das zu mehr Sicherheit in Europa führen würde. Ich kann davor nur warnen.”

Russland spürt im Moment den Widerspruch zwischen einer Außenpolitik, die in geopolitischen Einflusssphären denkt, und der Realität einer Wirtschaft, die global vernetzt ist. Die Erfahrungen Moskaus mit der globalisierten Wirtschaft und die aktuelle Wirtschaftskrise zeigen doch, dass man mit Geopolitik allein sicher keine Stabilität und Sicherheit schafft”.   (Quellen: sputknik.com/AA/Spiegel)

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

*

* Copy this password:

* Type or paste password here:

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>