Putin rüstet auf

GiNN-BerlinKontor.—Russlands Präsident Wladimir W. PUTIN intensiviert sein Militärvokabular und kündigt erneut eine “weitere Stärkung der russischen Streitkräfte an, um die Souveränität Russlands zu schützen und den neuen Bedrohungen sowie dem wachsenden Konfliktpotenzial in der Welt zu begegnen.” Putin behauptet immer wieder, es gebe Versuche, “in unmittelbarer Nachbarschaft Russlands Kriege zu schüren”. Bei der Konfliktlösung könne sich Russland nicht nur auf diplomatische oder wirtschaftliche Mittel verlassen, hatte er bereits 2012 erklärt.

Vor hohen Offizieren erklärte Putin in Moskau: „Wir sehen, dass einige Länder immer mehr zu uneingeschränkten offensiven Präventionsmaßnahmen greifen. Im Ergebnis nimmt das Konfliktpotenzial in den für Russland strategisch wichtigen Regionen zu. Es entstehen Bedrohungen, auf die wir reagieren müssen.” Deshalb müsse Russland seine Sicherheit stärken „in erster Linie durch die bessere militärische Organisation und eine enge Zusammenarbeit mit den Staaten, die nach Frieden, Stabilität und Entwicklung streben”. Das russische Verteidigungspotenzial werde “weiterhin systematisch und konsequent gestärkt”, so Putin weiter. „Das ist der wichtigste Faktor für eine souveräne und nachhaltige Entwicklung Russlands, die Gewähr für ein friedliches und ruhiges Leben der Millionen unserer Bürger.”

Zuvor hatte Putin der INTERFAX  gesagt: “Niemand sollte die Illusion haben, dass jemand eine militärische Überlegenheit gegenüber Russland haben  oder Russland unter Druck setzen könnten.”  Moskau werde “immer eine adäquate Antwort auf solche Abenteuer haben”, so der “Vaterlandsverteidiger” und Krim-Eroberer.

Am 9. Mai 2015 wird Moskau den 70. Jahrestag des Sieges im Zweiten Weltkrieg mit einer bombastischen Militärparade auf dem Roten Platz feiern und so zieht Putin denn auch Parallelen zum Angriff Hitler-Deutschlands auf die Sowjetunion. Russland – so Putin – werde eine “Wiederholung der Tragödie von 1941″ nicht zulassen.”

Den Korrespondenten der Auslandpresse  wurden die “Luftabwehrkräfte für die Verteidigung Moskaus  und der zentralen Industriegebiete Russlands” vorgeführt – vor allem das russisches Mittel- und Langstrecken-Raketen-Abwehr-System “S-400 “Triumph”.

Im Stil einer Kriegsberichterstattung meldete der Kreml, russische Streitkräfte hätten “bei einer Übung einen massiven Luftangriff auf südliche Regionen des Landes – darunter auch auf die Krim-  abgewehrt.”

Laut dem Manöver-Szenario hätten “feindliche Truppen mehrere Tage lang die Krim, den Nord-Kaukasus und andere russische Regionen mit Raketen und Flugzeugen angegriffen”. Die russischen Truppen hätten die Angriffe “unter Einsatz aller Waffen” zurückgeschlagen und den Feind  in die Verteidigung gedrängt.  Gleichzeitig simulierte die russische Kriegsmarine in der Ostsee ein “Seegefecht  mit feindlichen Kriegsschiffen und Flugzeugen”. Dabei sei  der feindliche Schiffsverband sowie eine Flugzeugstaffel vernichtet worden.”

Mit Stolz berichteten die Medien in Russland, nach dem “Ausstieg der deutschen Rheinmetall AG”  hätten die Russen selbst den Bau eines militärischen Übungszentrums – ohne die Hilfe aus Deutschland – “im Alleingang fertiggestellt”, Rheinmetall (“Die Fähigkeit zur Integration von Komponenten zu vernetzten Gesamtlösungen macht Rheinmetall Defence zu einem starken Partner der internationalen Armeen und Einsatzkräfte.”)  hatte im Rahmen der EU-Sanktionen die Auslieferung der militärischen High-Tech-Anlage stoppen müssen. Nun müsse die Rheinmetall AG die bereits gezahlten € 100 Millionen für das Gefechtsübungszentrum “zurückerstatten”. Das Gefechtsübungszentrum soll jährlich bis zu 30.000 Soldaten ausbilden.

Vor Ausbruch der Russland-Ukraine-Krise war Rheinmetall noch gefeiert worden, weil  “der deutschen Wehrtechnik erstmals in bedeutendem Umfang der Zugang auf den russischen Markt gelungen” sei.” Im Hinblick auf die geplante Modernisierung der Ausrüstung der russischen Streitkräfte bieten sich damit gute Chancen für Folgebeauftragungen aus der Russischen Föderation.”

(Quelle: sputniknewes/RT(Hardthöhe-Kurier))

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