Putin: $ 300 Mrd Goldreserven

GiNN-BerlinKontor.—Russlands Staatspräsident Wladimir W. PUTIN  (“Ich bin der Präsident von 146 Millionen Russen”) hat erstmals eingestanden, dass die Sanktionen des Westens als Antwort auf die Annektion der Krim Russland beim Agieren auf den internationalen Finanzmärkten “merklich geschadet”  haben. Die wegen der Ukraine-Krise gegen Russland verhängten Sanktionen seien jedoch “absurdes Theater“. Der Westen habe dadurch nicht der Ukraine helfen,  sondern “Russland geopolitisch zurückdrängen” wollen, behauptet Putin.
Die Sanktionen seien  “töricht und richten auf beiden Seiten nur Schaden an”, so Putin im Interview mit der Chefredaktion der BILD-Zeitung. Die “Wiedereinigigung” der Krim mit Rusand sei gerecht  und habe dem Völkerrecht entsprochen., unterstrich Putin erneut.  Auf der Krim habe ein Referendum stattgefunden, das “in voller Übereinstimmung mit den demokratischen Prozeduren und den internationalen Rechtsnormen” abgehalten worden sei, verteidigte Putin seine Politik.
Zur russischen Wrtschaftskrise betonte Putin, “größerer Schaden” als durch die Sanktionen entstehe derzeit durch den Verfall der Energie-Preise.  Beim Export von Öl und Gas habe die Russische Föderation “gefährliche Einnahme-Einbußen zu verzeichnen, die wir an anderer Stelle aber zum Teil ausgleichen können”, sagte der Kreml-Chef. “Das Bruttoinlandsprodukt ist im vergangenen Jahr um 3,8 % gesunken, die Industrieproduktion um 3,3 %. Die Inflation liegt bei 12,7 %.”
Die Russische Wirtschaft – so Putin – stabilisiere sich aber “derzeit Schritt um Schritt”. Die Handelsbilanz sei weiter positiv: “Wir exportieren zum ersten Mal seit Jahren wieder deutlich mehr Güter mit hoher Wertschöpfung, und wir haben über 300 Milliarden US-Dollar an Goldreserven, gab Putin zu Protokoll.  Es liefen zudem ”mehrere Programme zur Modernisierung der Wirtschaft.“
Zum deutsch-russichen Handel sagte Putin, im Jahr 2005 habe der gemeinsame Handel  ein Volumen von US-$ 80 Milliarden gehabt. In Deutschland hätte man tausende von Arbeitsplätzen durch russische Investitionen geschaffen.  Eine große Anzahl von deutschen Unternehmen hätten in Russland investiert und es habe unzählige kulturelle und zivile Kontakte gegeben. Putin:  “Und heute? Im Jahr 2015 lag das Handelsvolumen um die Hälfte niedriger, bei nur noch gut € 40 Milliarden.”
Weiter sagte Putin, die deutsche Kanzlerin und die europäischen Partner täten gut daran, sich eingehender mit den Problemen in der Ost-Ukraine zu beschäftigen. „Vielleicht haben sie gerade zu viele eigene, inländische Probleme. Immerhin haben aber auch Deutschland und Frankreich jüngst bemängelt, dass die ukrainische Zentralregierung bestimmte Teile der Autonomieregelungen auf drei Jahre befristet hat. Dabei sollten diese dauerhaft gelten“, kritisierte Putin. Russland bleibe jedoch “bereit, gemeinsam mit dem Westen auf Basis des Völkerrechts nach Kompromissen zu suchen.”
Zu seinem Vehältnis zur deutschen Bundeskanzlrerin Angela MERKEL sagte Putin der BILD-Zeitung: ” Ich schätze sie nach wie vor als sehr professionell und offen….Ich vertraue ihr, sie ist ein sehr offener Mensch. Auch sie unterliegt jedoch bestimmten Zwängen und Beschränkungen. Aber sie bemüht sich ehrlich darum, die Krisen beizulegen – auch im Südosten der Ukraine.”
Was zur Umsetzung der Abkommen von Minsk noch fehle, – so Putin – liege “ausnahmslos bei der Kiewer Zentralregierung der Ukraine”. Man könne doch nicht von Moskau etwas fordern, was in Wahrheit die Machthaber in Kiew leisten müssten, so Putin. (Quelle: BILD  11.01.15)

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