Psychologische Kriegsführung in Nahost

GiNN-BerlinKontor.—-Israel verbreitet in ihren Informationsdiensten, “offizielle Vertreter arabischer Staates” hätten signalisiert, dass sie “nichts gegen eine israelische Militäroperation gegen den Iran einzuwenden hätten”. Grund hierfür sei die “Sorge vor dem wachsenden iranischen Einfluss in der Region, vor allem im Kreis der schiitischen Gemeinden in arabischen Staaten”.

Auch arabische Regierungen fürchteten – so heißt es in Jerusalem – , dass ein “Machtzuwachs des Iran zur Spaltung zwischen Sunniten und Schiiten führen könnte”. Diese Sorge bestehe vor allem bei den arabischen Staaten mit einer schiitischen Minderheit.

In Bahrain seien zum Beispiel die politischen Führungspolitiker Sunniten, aber 70% der Bevölkerung Schiiten. In Saudi-Arabien stellten die Schiiten ein Zehntel der Bevölkerung und lebten hauptsächlich in den ölreichen Regionen, die für das Königtum von besonderer Bedeutung sind. Inoffiziell herrsche auch eine Rivalität zwischen der sunnitisch-orthodoxen, saudischen Regierung und dem “Regime in Teheran, dass sich die islamische Revolution gemäß dem schiitischen Modell einer Herrschaft von Religionsgelehrten auf die Fahnen geschrieben hat”.

Zitiert wird Israels Verteidigungsminister Ehud BARAK, der erneut erklärte, dass “Israel bereit ist, den Iran anzugreifen”. Israel sei der stärkste Staat in der Region und habe in der Vergangenheit bewiesen, dass es “nicht vor Aktionen zurückschreckt, wenn es um seine existentiellen Interessen fürchten muss,“, so Barak.

Die liberale israelische Haaretz schrieb: “Die USA haben ihrerseits erklärt, dass sie eine Schließung der Meerengen nicht zulassen würden. Diese Woche beendete die amerikanische Marine ausgedehnte Manöver in der Region, bei denen offiziellen Mitteilungen zufolge die Verteidigung der Ölanlagen der Golfstaaten geübt wurde. An den Manövern nahmen auch Großbritannien, Bahrain und andere arabische Staaten teil.”

Teheran hatte gleichzeitig mit einem Großmanöver (war game) “Stärke und Entschlossenheit zur Verteidigung demonstriert” und erklärt, die iranische Marine werde im Falle eines US-israelischen Angriffs die Straße von Hormuz blockieren. Das Pentagon bestätigte, dass US-Aufklärungssatelliten den Abschuss von sieben iranischen Raketen beobachtet hätten. Einer der Raketen habe eine “Fehlzündung” gehabt.  Israel und Amerika hatten mehrfach bekräftigt, dass sie einen Militäreinsatz “als letztes Mittel” im Atomstreit nicht ausschliessen.

Ein Sprecher des Ayatollah Ali Khamenei behauptete in Teheran, “die Zionisten” würden die US-Regierung drängen, gegen den Iran militärisch vorzugehen. Wenn eine “derartige Dummheit” begangen würde, stehe das Militär Irans bereit, zurückzuschlagen. Der Kommandeur der Revolutionsgarde, General Mohammed Ali Jafari, sagte in Teheran, jede militärische Aktion gegen die Nuklearanlagen des Iran würde einen Krieg auslösen.

US-Außenministerin Condoleezza RICE erinnerte während ihres Besuchs in Georgien Teheran daran, dass die USA “ihre Interessen und ihre Verbündeten verteidigen werden”. Niemand solle daran zweifelen. “Wir nehmen unsere Verflichtungen unsere Alliierten zu verteidigen sehr, sehr ernst”, so Rice.(“We take very, very strongly our obligations to defend our allies and no one should be confused of that.”)

Fazit: die pychologische Kriegsführung im Nahen Osten eskaliert.

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