POSTBANK: Goldpreis steigt

GiNN-BerlinKontor.—Die PPOSTBANK rechnet damit, dass der Goldpreis – derzeit US-$ 1.770 – in den kommenden 12 Monaten seine bisherige Rekordmarke von US-$ 1.900 je Unze “knacken wird”, so Marco BARGEL,Chefvolkswirt der DEUTSCHEN POSTBANK AG.  Der Preisauftrieb werde jedoch voraussichtlich “nicht mehr ganz so rasant sein wie seit Mitte August.” Ende 2012 sehen die Volkswirte der Bonner Bank das GOLD bereits bei US-$ 1.825 je Feinunze.

Weiter heißt es: Als EZB-Chef Mario DRAGHI sein Programm “Outright Monetary Transactions” (OMT), das unbegrenzte Staatsanleihekäufe durch die Europäische Zentralbank (EZB) erlaubt. vorgestellt habe. stieg sofortder Goldpreis. Die EZB plane zudem, sämtliche Ankäufe zu “sterilisieren”, so dass die Auswirkungen auf die Gesamtliquidität neutral sind, so die POSTBANK. “Offenbar sahen die Anleger trotz dieser Vorsichtsmaßnahmen das Inflationsrisiko steigen und haben Gold gekauft, das bei steigender Inflation traditionell als sicherer Hafen gilt. Ein ähnlicher Effekt war zu beobachten, als die US-amerikanische Notenbank (Fed) kürzlich eine neue Runde des ‘Quantitative Easing’ einläutete: Zur Stützung des Arbeitsmarktes kauft die Fed ab sofort jeden Monat hypothekengedeckte Anleihen im Wert von US-$ 40 Milliarden, um die Renditen zu drücken und so die Konjunktur anzuschieben. Auch das hat den Anstieg des Goldpreises mit Blick auf die Inflationsgefahren begünstigt.”

PostbanK: Seit dem 2. Quartal 2009 sind vor allem kleinere Zentralbanken vom Nettoanbieter zum Nettonachfrager von Gold geworden. Dieser Trend hat sich im Zeitablauf immer weiter verstärkt. 2011 entfielen bereits zehn Prozent der gesamten Goldnachfrage auf die Zentralbanken. Da das Vertrauen in nationale Währungen zunächst durch die Finanzkrise und später durch die Verschuldungskrise deutlich Schaden genommen hat, diversifizieren kleinere Zentralbanken ihre Devisenreserven durch Umschichtungen in Gold. Das gesunkene Vertrauen in klassische Reservewährungen wie den US-Dollar dürfte angesichts der weiterhin extrem expansiven Geldpolitik in absehbarer Zeit auch nicht wieder ansteigen. Daher wird dieser Trend in den nächsten Jahren tendenziell sogar noch stärker. Die Goldnachfrage dürfte also von Seiten der Zentralbanken weiter zunehmen. Das wiederum befeuert den Goldpreis.

Das weltweit niedrige Zinsniveau und die gleichzeitig vielerorts gestiegene Inflation haben dafür gesorgt, dass die Realverzinsung (Nominalverzinsung abzüglich Inflation) sehr niedrig und mitunter sogar negativ ist. Für Anleger sind dies sehr schwierige Bedingungen, um positive Renditen mit vertretbarem Risiko zu erzielen. Dies macht aus fundamentalen Gesichtspunkten Gold zu einer günstigen Anlage. Denn anders als Anleihen oder Aktien, die eine laufende Verzinsung aufweisen, wirft Gold keine Rendite ab. Auch diese Überlegung dürfte in den letzten Monaten ein zentraler Grund für das gestiegene Interesse an Gold gewesen sein. Ein Ende dieser Rahmenbedingungen ist vorerst nicht in Sicht. (Quelle: postbank.de)

 

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