Positiver Jahresstart im Baugewerbe

GiNN-BerlinKontor.—Gute Witterungsbedingungen zum Jahresbeginn haben für positive Werte bei Produktion, Umsatz, Auftragseingang und Beschäftigung im Baugewerbe gesorgt. Wie der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie  (HDB)  mitteilt, lagen im Januar der Umsatz im Bauhauptgewerbe nominal um 29,3 % und der Auftragseingang um 10,3 % über den entsprechenden Vorjahreswerten. Die Zahl der Beschäftigten legte um 2,0 % zu.

Der HDB warnt allerdings davor, diese Zahlen bereits als Trend für das gesamte Jahr zu interpretieren. Der Vergleichsmonat Januar 2010 war durch einen massiven Wintereinbruch und äußerst schlechte Witterungsbedingungen gekennzeichnet. Entsprechend waren im Vorjahr sowohl Auftragseingang (- 5 %) als auch vor allem der Umsatz (- 20 %) deutlich zurückgegangen. Zudem entfallen im langfristigen Durchschnitt nur 4,5 % des Jahresumsatzes auf den Januar, was die Aussagekraft der Daten ebenfalls abschwächt.Triebfeder der Entwicklung im Januar war einmal mehr der Wohnungsbau, der sowohl beim Auftragseingang (+39,9 %) als auch beim baugewerblichen Umsatz (+41,9 %) die höchsten Wachstumsraten aufwies. Hier schlagen sich die deutlich gestiegenen Baugenehmigungen aus dem Vorjahr nieder.Positiv war auch die Entwicklung im Wirtschaftsbau. Auftragseingang (+ 22,5 %) und baugewerblicher Umsatz (+ 22,4 %) legten mit der gleichen Rate deutlich zu. Angesichts der rückläufigen Genehmigungszahlen im Vorjahr erscheint hier die weitere Entwicklung aber noch unsicher.Gespalten war das Bild im Öffentlichen Bau. Während der Umsatz um 24,0 % zulegte, ging der Auftragseingang um 13,6 % zurück. Damit setzt sich bei der Ordertätigkeit die schwache Entwicklung des zweiten Halbjahres 2010 nahtlos fort.

In der zweiten Runde der Tarifverhandlungen für die rund 700.000 Beschäftigten im Bauhauptgewerbe haben die Arbeitgeber heute in Berlin ein Angebot vorgelegt. Demnach sollen die Entgelte um 1,8 Prozent bei einer Laufzeit von zwölf Monaten erhöht werden. Der Verhandlungsführer der Arbeitgeber, der Vizepräsident des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie, Klaus HERING, hatte zuvor die Forderungen der IG BAU in Höhe von 5,9 Prozent zurückgewiesen. „Nach wie vor gibt es eine konjunkturell sehr unterschiedliche Entwicklung in Deutschland. Eine Lohnerhöhung muss dem Rechnung tragen. Unser Angebot ist daher auch als Stärkung des Flächentarifvertrages zu sehen, dessen Erhalt im Interesse von Arbeitgebern und Arbeitnehmern liegt.” Darüber hinaus wurde auch über die Angleichung der Löhne und Mindestlöhne in Ost und West verhandelt. „Der Vorschlag ist unterirdisch“, kommentierte der IG BAU-Verhandlungsführer Dietmar Schäfers das Angebot der Arbeitgeber. Die Tarifverhandlungen werden am 30.03. in Berlin fortgesetzt.

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