Polens Präsident Kaczynski tödlich verunglückt

GiNN-BerlinKontor.– Polens Präsident Lech Aleksander KACZYNSKI  (60)  ist  tödlich verunglückt. Beim Anflug seiner Tupolew-154 auf Smolensk/Russland stürzte das Flugzeug mit 97 Insassen ab, bestätigte das polnische Außenministerium in Warschau. Mit Kaczynnski starben seine Frau Maria, der Zentralbankpräsident Slawomir SKRZYPEK sowie der Vize- Parlamentschef Jerzy SZMAJZINSKI, Vize-Außenminister Andrzej KREMER, der Chef des Generalstabs, Franciszek GAGOR, mehrere Parlamentarier sowie der polnische Militärbischof Tadeusz PLOSKI.

In dem Todesflugzeug befand sich auch Hochwürden  Ryszard Rumianek, der Rektor der Kardinal-Stefan-Wyszyński-Universität in Warschau, der Kaplan des polnischen Präsidenten, Hw. Roman Indrzejczyk . Prälat Józef Gostomski. ferner der Vorsitzende der katholischen Organisation Parafiada, Hw. Józef Joniec, der Kaplan der Warschauer Familien von Katyn, Hw. Zdzisław Król und der Kaplan der Familienföderation von Katyn, Hw. Andrzej Kwaśnik. Ebenfalls an Bord der Unglücksmaschine war der orthodoxe Militärordinarius, Erzbischof Miron Chodakowski und der evangelische Militärpfarrer, Adam Pilch.  In zahlreichen polnischen Diözesen wurden Messen für die Verstorbenen des Flugzeugabsturzes gelesen.

Kaczynski war auf dem Weg zu einer Gedenkfeier im russischen Katyn bei Smolensk. Der sowjetische Geheimdienst hatte vor 70 Jahren in Katyn über 20 000 polnische Offiziere und Intellektuelle durch Kopfschuss “liquidieren” lassen und in Massengräbern verscharrt. Der Kreml hat diesen Massenmord 65 Jahre lang bestritten. Der russische Präsident Dimitri MEDWEDEW setzte eine Kommission unter Vorsitz von Ministerpräsident Wladimir PUTIN ein, um die Ursache des Absturz der Präsidentenmaschine  zu untersuchen.  Zum Zeitpunkt des Absturzes soll nach Angaben des russischen Zivilschutzministeriums  starker Nebel die Sicht behindert haben.


Bundeskanzlerin Angela MERKEL (CDU) schickte an den Ministerpräsidenten der Republik POLEN, Donald TUSK, folgenes Kondolenztelegramm:  “Mit großer Bestürzung und Trauer habe ich von der fürchterlichen Katastrophe erfahren, bei der heute der Präsident der Republik Polen, Lech Kaczynski, seine Ehefrau und seine hochrangige Delegation beim Landeanflug auf Smolensk ums Leben kamen.  Ich wünsche Ihnen, allen Angehörigen der Toten und allen Polen Trost und Kraft.  Ganz Deutschland steht in dieser schweren Stunde in Mitgefühl und Solidarität an Ihrer und der Seite Polens.”
Bundesaußenminister Guido WESTERWELLE (FDP) erklärte in Kapstadt/Südafrika, dies sei eine “tragischen Stunde” für das Nachbarvolk. Mit Kaczynski und weiteren Opfern der Tragödie in Smolensk verliere auch Europa Persönlichkeiten, “auf die man habe bauen können, wenn es darauf ankam”. Die Deutschen seien den Polen in dieser Stunde tief verbunden.

 

Lech Aleksander Kaczyński  war Mitbegründer der nationalkonservativen Partei Prawo i Sprawiedliwość (“Recht und Gerechtigkeit”). Er war seit dem 23. Dezember 2005 der vierte Präsident der Dritten Polnischen Republik, sein Zwillingsbruder Jarosław KACZYNSKI von 2006 bis 2007 Ministerpräsident in Polen. Er könnte nach den vorgezogenen Präsidentschaftswahlen in Polen an die Stelle seines Bruders treten.

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