Piloten-Streik bei Lufthansa geht weiter

GiNN-BerlinKontor.—Der größte Streik der deutschen Luftverkehrsgeschichte hält an.  Die Deutsche LUFTHANSA reichte beim Arbeitsgericht in Frankfurt/Main einen Antrag auf  einstweilige Verfügung ein.  Der Piloten-Streik – so die Lufthansa – sei  “unverhältnismäßig”.   Das Unternehmen sei verpflichtet, Schaden vom Konzern, den Mitarbeitern und Aktionären abzuwenden.  Rund 4500 Piloten haben laut Mitteilung der Flugzeugführer-Gewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC)  die Arbeit niedergelegt.

Während der Streiktage  werden rund zwei Drittel der Flüge ausfallen, ein Drittel soll unter anderem mit Hilfe von Piloten aus dem Management angeboten werden. Insgesamt wären damit 3200 Flüge betroffen.  Germanwings sollen trotz des Streiks rund zwei Drittel der Flüge stattfinden – es wurden unter anderem Maschinen und Besatzungen von anderen Gesellschaften angemietet. Nicht bestreikt werden die Lufthansa-Regionalpartner wie Cityline oder Eurowings. Lufthansa und Germanwings bieten betroffenen Passagieren kostenlose Stornierungen oder Umbuchungen an – zum Beispiel auf die Deutsche Bahn.

Die Intervention des Bundesverkehrsministers Peter RAMSAUER (CSU) zur Abwendung des Streiks  “in letzter Minute” war gescheitert.  Die Vereinigung Cockpit (VC)  gab nach dem Schlichtungsversuch des Ministers folgende Erklärung heraus: ” Die VC begrüßt die Vermittlungsbemühungen von Verkehrsminister Dr. Peter Ramsauer im Lufthansa-Tarifkonflikt.  Die VC hatte gegenüber dem Verkehrsminister erklärt, zu vorbedingsungslosen Verhandlungen zur Verfügung zu stehen. Lufthansa hat sich jedoch von ihren Vorbedingungen nicht lösen können, sondern weiterhin die Aufgabe bestehender Tarifverträge zur Voraussetzung von Verhandlungsgesprächen gemacht. Dadurch ist es nicht zu Verhandlungen mit der Vereinigung Cockpit gekommen.”

Hauptstreitpunkt ist die Frage, ob der Konzern-Tarifvertrag auch im Ausland angewendet werden kann. In den vergangenen 8 Jahren sei,die Zahl der Lufthansa-Maschinen von 300 auf 850 angestiegen, aber nur zwei Maschinen seien im Geltungsbereich des Konzerntarifvertrages hinzugekommen, behauptet die Vereinigung Cockpit (VC.  Das Angebot der Gewerkschaft, den Streit über diese Frage bis zur höchstrichterlichen Klärung auszusetzen und bis dahin keine Auslagerung von Arbeitsplätzen ins Ausland vorzunehmen, habe die Lufthansa-Geschäftsleitung bislang nicht angenommen.

Ursprünglich wollten die Piloten zudem 6,4 % mehr Gehalt – bei einem Stopp der Auslagerung ihrer Jobs sind die Piloten aber zu einer zwölfmonatigen Nullrunde bereit.  Lufthansa-Piloiten haben ca. € 9000 Monatsgehalt.

Die Lufthansa machte 2008 angeblich rund € 28 Milliarden Umsatz. Rund zwei Drittel davon erzielte der Konzern mit dem Passagiergeschäft. Die Frachtsparte Cargo trug rund 10 % zum Gesamtumsatz bei. Weitere wichtige Bereiche sind die Technik und das Catering. Hier arbeitet die Lufthansa auch für Dritte.erklärte jedoch, dass sie weiterhin zu  “vorbedingungslosen Verhandlungen”  zur Verfügung stehe.

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

*

* Copy this password:

* Type or paste password here:

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>