Obama will aktiven Vizepräsidenten

GiNN-BerlinKontor.—Der designierte Präsidentschaftskandidat der US-Demokraten, Barack H. OBAMA, will einen Vizepräsidenten an seiner Seite haben, der “mir beim Regieren hilft”, sagte Obama dem US-TV-Sender NBC News. “Jemand, mit dem ich arbeiten kann, mit dem ich eine Vision teile, der mich ergänzt.”

An einem Vizepräsidenten (“Veep”) , der ihn nur bei Staatsbegräbnissen vertrete, sei er nicht interessiert, so der US-Senator aus Chicago, der 44. Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika werden möchte. Er suche jemanden, der die “Ärmel hochkrempelt und Lust zum Arbeiten hat.” Obama verriet immer noch nicht, wen er im Visier hat. Für Hillary R. CLINTON hatte er zwar grosses Lob, wollte aber nicht bestätigen, dass sie seine “Veep-Kandidatenliste” anführt. Obama bezeichnete Mrs Clinton im “Meet the Presse” (NBC) zwar als “eine der effizientesten, intelligentesten und mutigsten Führungskräfte in der Demokratischen Partei” (“one of the most effective, intelligent courageous leaders that we have in the Democratic Party”), will aber erst “zum gegebenen Zeitpunkt” seine endgültige Wahl öffentlich machen.

Umfragen zufolge wünschen sich 53 % Hillary R. Clinton als “running mate” Obamas, der im Falle eines Wahlsieges dann die frührere First Lady im Weißen Haus als Vize-Präsidentin an seiner Seite hätte.

GiNN-BerlinKontor tippt jedoch auf John EDWARDS (54), Ex-North Carolina-Senator und zunächst selbst Präsidentschaftsbewerber der Demokraten. Auf einer Wahlveranstaltung im US-Bundesstaat Michigan sagte Edwards vor über 12 000 Obama-Anhängern:. “Es gibt einen Mann, der in seinem Herzen weiß, dass es Zeit ist, EIN Amerika zu schaffen – nicht zwei. Dieser Mann heißt Barack Obama.”

2004 bewarb sich Edwards bereits als demokratischer Bewerber bei den Vorwahlen zur Präsidentschaftswahl, unterlag jedoch John KERRY, Senator aus Massachusetts. Der “Linke” Edwards wurde dann aber dessen Kandidat für das Amt des Vizepräsidenten. Im Januar 2008 zog Edwards seine Kandidatur zur Präsidentschaftswahl nach Misserfolgen in mehreren Vorwahlen vorzeitig zurück. Jetzt unterstützt er vehement Barack Obama.

John Edwards ist für eine deutliche Steuererhöhung für Reiche und Großkonzerne und setzt sich für eine großzügige Teilübernahme der Studiengebühren durch den Staat ein, will bezahlbare Krankenversicherung für jedermann,und kämpft gegen Unternehmen, die Arbeitsplätze ins Ausland verlagern. Er plädiert für den „Wiederaufbau der Amerikanischen Mittelschicht“.

Sollte Edwards den “Ruf Obamas” ablehnen, ist der Indiana-Gouverneur Tim KAINE ein Top-Favorit für das Amt des Vizepräsidenten.

Seit der Ermordung des US-Präsidenten John F. KENNEDY am 22. November 1963 in Dallas/Texas hat der Posten des “Veep”, wie man in Amerika das Amt des stellvertretenden Präsidenten auch nennt, an Bedeutung gewonnen. Damals wurde der unbekannte Texaner Lyndon B. JOHNSON “über Nacht” Präsident der Vereinigten Staaten.

Der Vizepräsident hatte bis dahin keine grosse Rolle gespielt, er galt eher als protokollarischer Repräsentant der US-Regierung, der zum Beispiel zu Staatsbegräbnissen is Ausland entsandt wurde. Nach dem plötzlichen Präsidentenwechsel 1963 war den Amerikaner klar geworden, dass der Stellvertreter des Chief Executives “nur einen Herzschlag vom Präsidentamt entfernt ist”. Spätere Vizepräsidenten hatten dann “das Format” eines Fritz Mondale, Al Gore, George H.W. Bush und Dick Cheney.

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

*

* Copy this password:

* Type or paste password here:

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>