Obama vermutet Bin Laden-Hilfe Pakistans

GiNN-BerlinKontor.—-US-Präsident Barack H. OBAMA  erwartet von der pakistanischen Regierung, dass sie untersucht und aufklärt, ob und welche Form von Unterstützung Osama bin Laden innerhalb Pakistans erfahren hat.  “Wir meinen, dass Bin Laden in seinem Versteck in Pakistan irgendein Hilfsnetzwerk gehabt haben muss”, sagte der Präsident dem TV-Sender CBS (08.05.).  Man wisse jedoch nicht, wer oder was ihm geholfen habe, sich so lange Zeit auf pakistanischem Boden zu verstecken. Auch wisse man nicht, ob die Helfer “innerhalb oder außerhalb” der pakistanischen Regierung agierten.  Dies müsse die Regierung in Islamabad mithelfen aufzuklären, betonte Obama in der CBS-Sendung “60 Minutes”.

Pakistan habe bereits signalisiert – so der amerikanische Präsident – dass man kooperien wolle. Auch die Pakistaner hätten ein “profundes Interesse” herauszufinden, wer oder welche Form von Netzwerk bin Laden geholfen habe.

Die Spannungen zwischen USA und Pakistan eskalierten jedoch, als Premierminister Yousaf GILANI  in einer Parlamentsrede die Vermutungen und Anschuldigungen der US-Regierung öffentlich zurückwies. Gleichzeitig verriet der pakistanische Geheimdienst ISI Journalisten den Namen des in Islamabad “residierenden” CIA-Chefagenten.

Gilani behauptete in seiner Rede,  die Amerikaner hätten bin Laden nach Pakistan “gedrängt” und dann die Souveränität seines Landes verletzt. Die Tatsache, dass der Terroristenführer sich all die Jahre in Pakistan habe verstecken können, sei dem “nachrichtendienstlichen Versagen der ganzen Welt” zuzuschreiben und nicht Pakistans Schuld.(Quelle: New York Times)

US-Präsident Obama gab in dem CBS-Interview erstmal bekannt,  dass viele Berater im Nationalen Sicherheitsrates des Weißen Hauses von einem militärischen Eingreifen in Pakistan abgeraten hätten.  Es sei eine “55 zu 45-Situation” gewesen, sagte Obama und schließlich eine sehr schwierige Entscheidung für ihn als Präsident gewesen, den Gebäudekomplex auf pakistanischem Boden stürmen zu lassen, den CIA-Agenten seit langem beoachtet hätten. Es sei keineswegs sicher gewesen, dass sich Osama bin Laden tatsächlich in dem “compound” aufhalte (“We could not say definitely that bin Laden was there”), so der Präsident in der CBS-Sendung “60-Minutes”.

Die nachrichtendienstlichen Berichte, die vorlagen, hätten jedoch viele Beweise für die tatsächliche Anwesenheit des Terroristenführers ergeben. Er sei sich – so Obama – des hohen Risikos voll bewusst gewesen, habe aber grosses Vertrauen in die Männer des Navy Seal Teams gehabt und  habe “die Jungs reingeschickt, um den Auftrag auszuführen”  (“sent the guys in to carry out the mission”). (Quelle: CBS/NYT)

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