NS-Wahl: RotGrün knapp vorn

GiNN-BerlinKontor.—Das vorläufige amtliche Wahlergebnis sieht eine hauchdünne Mehrheit für RotGrün in Niedersachsen. “Ich freue mich jetzt auf fünf Jahre Rot-Grün”, sagte SPD-Spitzenkandidat Stephan WEIL, als feststand, dass seine SPD 32,6 % der Wählerstimmen erhalten hat. Für die FDP wählten 9,9 %.  Die NPD kam lediglich auf 0,8 %.  Die CDU wurde zwar mit 36 % wieder stärkste politische Kraft in Niedersachsen, gab aber wohl zuviele Zweitstimmen an die Liberalen ab. Ministerpräsident David McAllister  (42) beanspruchte jedoch die Regierungsbildung für sich und kündigte an: “Wenn es nicht reicht für eine Fortsetzung des Bündnisses von CDU und FDP, würden wir als stärkste Kraft mit allen politischen Parteien Gespräche führen. Natürlich auch mit der SPD.”

Rot-Grün wird im neuen Landtag nur  einen Sitz mehr haben, will aber regieren. Der SPD-Partner – Die Grünen – kamen auf 13,7 % . Die Linke und auch Die Piraten scheiterten an der 5%-Klausel, sie kamen nur auf 3,1 % bzw 2,1 %.

Wenn es bei diesen Zahlen bleibt, sieht die Sitzverteilung im niedersächsischen Landtag wie folgt aus: Die CDU kommt auf 54 Sitze, die SPD auf 49, die FDP wäre  mit 14 Abgeordneten vertreten, Die Grünen mit 20.  CDU und FDP  käme also auf 68, und SPD-Die Grünen auf 69 Sitze.(ns-landeswahlleiter.de)

Politiker der CDU und der FDP, die ihr Mandat verloren,  warten nun “gespannt” auf das endgültige Wahlergebnis, heißt es in Hannover. Bei dem “hauchdünnen” Vorsprung von RotGrün könnten einige Stimmenzettelzähler und “sortierende” Schriftführen nochmals “einberufen” werden, hoffen sie. Verwiesen wird auch auf die so genannten ungültigen Stimmen, die selten kontrolliert werden.

Es war die zwölfte Landtagswahl in Folge, die die CDU unter Führung von Angela MERKEL verlor.„Das bedeutet für dieses Jahr, dass auch ein Wechsel im Bund möglich ist“, so der SPD-Kanzlerkandidat Peer STEINBRÜCK. (Quelle: spd.de)

Niedersachsens Ministerpräsident David McAllister sprach in Berlin von einem “Herzschlagfinale “und einem “dramatischen Ausgang”. Noch vor wenigen Wochen habe die christlich-liberale Landesregierung iin Niedersachsen in Umfragen weiter hinter der rot-grünen Opposition gelegen. Trotz der großen Aufholjagd und “entschlossenem und geschlossenem Kampf” habe man dennoch knapp verloren.

The New York Times meldet am 21.01.: “Center-Left Defeats Merkel’s Party in State Vote.  Chancellor Angela Merkel’s main rivals pulled off an upset in a regional election, eking out a one-seat majority that will usher the opposition Social Democrats into power in the state of Lower Saxony, months ahead of balloting for the national Parliament.”

 

 

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