NRW-Wahl: 37 % unentschieden

GiNN-BerlinKontor.—Zehn Tage vor der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen haben sich laut ZDF-Politbarometer 37 % der wahlberechtigem Bürger noch nicht entschieden, welche Partei oder ob sie am 9. Mai wählen werden. Fast alle Umfragen sehen DIE LINKE bei plus/minus 6 %, und würde folglich erstmals in das NRW-Parlament einziehen. Die Umfragen wurden im Auftrag des ZDF von der Mannheimer Forschungsgruppe Wahlen in der Zeit vom 27. bis 29. April 2010 durchgeführt.

Danach käme die CDU auf 35 % (minus 2 % im Vergleich zum März), die SPD auf 33,5 % (+ 0,5), Die Grünen auf 11 % (- 1), die FDP auf 8,5 %(+ 0,5), Die Linke auf 6 % und die “sonstigen Parteien” zusammen auf 6 % + 2)), darunter Die Piraten-Partei auf 3 %. Zum Vergleich:  Am 22. Mai 2005 erhielten CDU:  44,8 % der Wählerstimmen, die  SPD: 37,1 %, Grüne: 6,2 %, FDP: 6,2 %, Sonstige: 5,7 %).

Im Wahlkampf 2010 nannten 43 % der Befragten als wichtigstes Thema die Arbeitslosigkeit in NRW, gefolgt von  “Bildung und Schule” mit 39 %.

Die SPD-Spitzenkandidatin Hannelore KRAFT konnte ihren Bekanntheitsgrad in den letzten Wochen deutlich steigern, so die Forschungsgruppe Wahlen.  43 % wünschen sich Kraft als Ministerpräsidentin in NRW nach dem 9.05.,  41 % würden – so die Umfrage – den CDU-Regierungschef Jürgen RÜTTGEWRS  wiederwählen.   Unter den CDU-Anhängern verfügt Rüttgers mit 88 % allerdings über einen größeren Rückhalt als Kraft mit 76 % bei ihren SPD-Genossen.

Nach dem TV-Duell der beiden Kandidaten Hannelore KRAFT (SPD) und Jürgen RÜTTGERS (CDU) am 25.04.2010 sahen beide Lager ihren Kandidaten natürlich als Sieger der öffentlichen Kompetenzmessung. Die Propagandamaschinen der SPD und der CDU setzten das “Duell” fort:

SPD:  “Hannelore Kraft ist als klare Siegerin aus dem TV-Duell hervorgegangen. Sie ist echt und kompetent. Sie steht für klare Inhalte und eine verantwortungsvolle Politik. Mit Hannelore Kraft wird kein Kind zurückgelassen, davon profitiert NRW und ganz Deutschland – auch wirtschaftlich. Rüttgers wirkte nervös und teilnahmslos und zeigte sich uneinsichtig und weltfremd. Er will nichts gegen Hungerlöhne tun.”

CDU: “Das TV-Duell hat klar gezeigt: Jürgen Rüttgers steht für einen Kurs der Stabilität . Sein Auftritt war souverän und überzeugend, seine Argumente schlüssig. Er hat mit der Sozialen Marktwirtschaft den richtigen Kompass.   Frau Kraft steht für eine rückwärtsgewandte Politik. Sie ist bereit für das rot-rot-grüne Experiment – sie scheut nicht davor zurück, Nordhein-Westfalen als politisches Versuchslabor zu missbrauchen!”

„Rot-Grün feiert ein Revival“, glaubt der Chef des Meinungsforschungsinstituts Infratest dimap, Richard HILMER. Der Berliner Tageszeitung „taz“ sagte er, die Lage vor der Landtagswahl in NRW am 9. Mai sei vergleichbar mit der ersten Auflage von Rot-Grün. „Es gibt deutliche Parallelen zu 1998“ so Hilmer.

Bei der Landtagswahl in NRW tritt mit dem “Bündnis für Innovation und Gerechtigkeit” (BIG) zum ersten Mal eine Migrantenpartei bundesweit an.

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