Niedrige Energie-Kosten

GiNN-BerlinKontor.—Die POSTBANK teilt mit: “Der Ölpreis ist in den letzten Wochen kräftig gefallen und liegt aktuell bei US-$ 100 pro Fass. Dass diese Marke für längere Zeit unterschritten wird, halten die Experten der Postbank allerdings für unwahrscheinlich. “Wir erwarten bis zum Jahresende zunächst eine Rückkehr des Ölpreises in den Bereich von US-$ 110.pro Fass.

Mittelfristig – so die POSTBANK – sollte sich vor allem der sich fortsetzende Aufstieg der USA zu einem der weltweit größten Ölförder-Staaten positiv auf das Angebot auswirken. Das Potenzial für Preisanstiege wird damit geringer. Auf Jahressicht erwarten wir den Ölpreis im Bereich von US-$ 105″, so Marco BARGEL, Chef-Anlagestratege der POSTBANK AG..

Weiter heißt es: “Der niedrige Ölpreis wirkt sich doppelt mäßigend auf die Inflation aus. Zum einen direkt, zum anderen aber auch über die Mitte 2012 begonnene Aufwertung des EURO zum US-DOLLAR. Kostete ein Fass Öl Im März 2012 noch knapp € 98, liegt der aktuelle Preis bei nur noch gut € 75. Der deutliche Ölpreisrückgang – gemessen in Euro – blieb nicht ohne Folgen für die Inflationsentwicklung in der EURO-Zone

Nachdem im November 2011 ein zyklisches Hoch bei gut 3 % erreicht wurde, sank die EWU-Inflationsrate stetig bis auf nur noch 0,4 % im Juli dieses Jahres.

Auch in Deutschland war in dieser Zeit ein markant nachlassender Inflationsdruck auszumachen. Um den Jahreswechsel 2011/2012 betrug die Teuerung in Deutschland gut zwei Prozent. Zuletzt hat sie sich knapp unterhalb von einem Prozent eingependelt. Die Komponente “Haushaltsenergie und Kraftstoffe” zeigt seit August 2013 eine unterdurchschnittliche Teuerung.

Dadurch verringerte sich die deutsche Inflationsrate im Schnitt um 0,15 Prozentpunkte. “Auf Jahressicht sollte sich der Ölpreis dann auf von heute aus betrachtet etwas höherem Niveau einpendeln. In Verbindung mit einer Abwertung des Euro zum US-Dollar dürfte der Ölpreis zu einer leicht steigenden Inflation in Deutschland und der EURO-Zone führen”, glaubt Marco Bargel.

Niedrigere Öl- bzw. Energiepreise sorgen für einen Anstieg der Kaufkraft. Die privaten Haushalte gaben im vergangenen Jahr ca. € 35 Milliarden für verschiedene Komponenten aus, die in einen engen Zusammenhang zum Ölpreis stehen, also z.B. für flüssige Brennstoffe, Kraft- und Schmierstoffe sowie für Verkehrsdienstleistungen. Für ein Fass Öl zahlten sie dabei im Jahresdurchschnitt knapp € 82. Im Durchschnitt von Januar bis Juli 2014 kostete ein Fass Öl umgerechnet etwa € 79.

Durch diesen Preisrückgang sparten die deutschen Privathaushalte im bisherigen Jahresverlauf insgesamt etwa € 700 Millionen. Im Schnitt bedeutet das für jeden der 40,7 Millionen deutschen Haushalte eine Ersparnis von gut € 17. Nicht berücksichtigt sind dabei indirekte Effekte eines dauerhaft niedrigeren Ölpreises, z.B. dass Unternehmen ihre gesunkenen Produktionskosten über niedrigere Preise an die Verbraucher weitergeben.”  (postbank.de)

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