Niedersachsen: Wer gewinnt?

GiNN-BerlinKontor.–verbum peto-–.Am 20.Januar 2013 wird in Niedersachsen gewählt. In dem zweitgrößten Flächenstaat der Bundesrepubik sind 6,1 Millionen Niedersachsen wahlberechtigt. Bei der letzten Landtagswahl im Januar 2008 wurde die CDU unter Christian WULFF mit 42,5 % klarer Wahlsieger. Die Sozialdemokraten wählten damals 30,3%, die FDP kam auf auf 8,2 %, Die Grünen auf 8,0 %, und Die Linke knapp dahinter mit 7,1 %. Die Piraten gab es 2008 noch nicht und könnten 2013 entscheidene Stimmen den Koalitionären stipitzen.

Wer gewinnt die Wahl in Niedersachsen? Entscheidend wird sein, wie viele Wählerinnen und Wähler – trotz der “Politikerverdrossenheit” – zur Wahl gehen. Wer kann seine Stammwähler besser mobilisieren? Gelingt es den Sozialdemokraten ihre zur Linken desertierten Wähler zum Teil zurückzuholen? Gelingt es den Christdemokraten ihre Früher-Wähler wieder frisch zu machen? Die Wahlbeteiligung lag 2008 nur bei 57 %.

Problematisch für die Christdemokraten bleibt, dass immer mehr frühere CDU-Wähler aus Protest wegen der angeblichen “Sozialdemokratisierung” der alten Adenauer-Partei am Wahltag daheim blieben. Der 60 Jahre alte Slogan “Vater, Mutter, Tochter, Sohn – ALLE wählen die Union” scheint vergessen zu sein.

Im Fokus aller Wahlen stehen seit Jahren DIe GRÜNEN. Sie wildern in allen Parteien . Ihre lautstarke Anti-Atomkraft-Politik fand breite Sympathie unter den Wählern aller Couleur. Kritik an der AKW-Politik der Regierenden war bundesweit IHR populäres Wahlkampfthema. Das aber ging ihnen verloren, als die CDU/CSU/FDP-Koalition den Ausstieg aus der Nuklear-Energie im Ruck-Zuck-Verfahren proklamierte und diese Forderung der Grünen rundweg abkupferte.

Es war dann auch ein CDU-Umweltminister, der plötzlich für “einen gemeinsamen Kurs auch mit SPD und Grünen” plädierte. Nun forderten immer mehr Christdemokraten einen “raschen Atomausstieg”, so die CDU-Vorsitzende und Kanzlerin Angela MERKEL sowie der CDU/CSU-Fraktionschef Volker KAUDER: “Wir müssen so schnell wie möglich auf Kernkraftwerke verzichten.”

Gestern noch hysterische “Grünsocken-Pazifisten”, chronische Nein-Sager und Rabatzmacher mit Trillerpfeifen, tragen die nach wie vor “linken” Grünen heute zunehmend coole Ausgehuniformen nunmehr mit Ballonmütze, aber mit schwarz-roten Knöpfen am grünen Smoking. Sie drohen: Das Wahljahr 2013 soll nun noch grüner werden, und mimen auf “konsens-rot-grün”.

“Grün ist die Farbe der Mitte”, behaupten sie und verharren dennoch in baylonischer Gefangenschaft  (captivitate babylonica) der SPD. Eigentlich kennzeichnet doch die Farbe GRÜN “vollendete Neutralität” zwischen allen Extremen, Toleranz und Eigenständigkeit – oder?

In der medizinischen Farbtherapie – so der “Lichtkreis” – gilt Grün als Farbe, die den Rhythmus von Herz und Nieren ausbalanciert. Aber auch bei Magengeschwüren, Allergien, und bei Anzeichen vorzeitigen Alterns wird Grün eingesetzt. Die Farbe GRÜN ist zudem  auch Symbol für Unerfahrenheit. Ein junger, rentitenter Mensch
ist oft ein “Grün-Schnabel” oder ist “grün hinter den Ohren”.

Nun kann man sagen, dass Die Grünen die blau-gelben Liberalen “geschluckt” haben, sie liegen längst weit vor der FDP. Weiß man doch aus der Farbenlehre, dass Grün durch subtraktive Farbmischung aus Blau und Gelb hergestellt werden kann.

Die “Wir sind der Geist, der stets verneint”- Partei (WsdGdsvP) könnte jedoch die wenig überzeugende, schwache Sozialdemokratie in Niedersachsen wieder zur Macht verhelfen. Es sei denn, die Liberalen werden durch die Zweitstimme der Unionswähler nochmals ins Parlament gehievt. Quod est demonstrandum.

DIE LINKE hat ihre “Erzfeindschaft” mit der SPD begraben und buhlt nun um schnelle Regierungsbeteiligung: “Ohne uns gibt es keinen Politikwechsel.” Sie will die  SPD und die  Grünen regierungsmäßig unterstützen – aber nur für den Preis einer Ministerin Sarah WAGENKNECHT!?  Die Vorzeige-Sozialistin soll es richten. Kommt Die Linke also wieder in den niedersächsischen Landtag, könnte es in Hannover Rot-Rot-Grün geben. Aber: Unsere Prognose: CDU-SPD-Koalition – nach einem Patt.

-Ps

 

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