Hannover:Wahlergebnis amtlich

GiNN-BerlinKontor.—Die Landtagswahlleiterin in Hannover hat das amtliche, endgültige Wahlergebnis vom 20.01.2013 bekanntgegeben. Danach kam die CDU auf 36 % der Wählerstimmen, die SPD 32,6 %, GRÜNE 13,7 % und die FDP 9,9 %. Die Sitzverteilung: CDU: 54 (alle Direktmandate), SPD 49, Grüne 20 und FDP 14 Sitze. RotGrün hat folglich 69 Sitze im Niedersachsen-Landtag – CDU und FDP zusammen 68 Mandate. Für die absolute Mehrheit sind 69 Mandate notwendig.

DIE LINKE ist mit 3,1 % der Wählerstimmen nicht mehr im niedersächsischen Landtag vertreten. Auch  DIE PIRATEN schafften mit lediglich 2,1 % nicht den Sprung ins Parlament. Mit einem Zweitstimmenanteil von über 1 % erhalten jedoch DIE LINKE, PIRATEN und FREIE WÄHLER (1,1 %) staatliche Parteienfinanzierung.

Die CDU erhielt  ein Überhangmandat, die SPD ein Ausgleichsmandat. Im Gegensatz zur Landtagswahl 2008 gab es bei dieser Wahl nach dem vorläufigen Ergebnis kein unausgeglichenes Überhangmandat.

Die niedersächsiche Wahlleitung verweist nochmals darauf, “wie knapp die Mehrheit für eine mögliche rot-grüne Koalition nach der Sitzverteilung auf Basis des endgültigen Ergebnisses ist.” Nach dem endgültigen Ergebnis gewannen die Christdemokraten 54 Direktmandate und verloren  in einigen Wahlkreisen nur wenig. So beträgt der Vorsprung der SPD-Kandidaten zum Beispiel im Wahlkreis 21 (Hildesheim) und 69 (Wilhelmshaven) nur 334 bzw. 405 Erststimmen.

Die CDU erhielt 1.519.181 Erst-Stimmen, aber nur 1.28754 Zweit-Stimmen., die über die Sitzverteilung entscheiden.  Die SPD kam auf 1.341.987 Erst-Stimmen und auf 1.287.55 Zweit-Stimmen. Die  FDP wählten direkt 118.531, aber 354 970 gaben den Liberalen die Zweit-Stimme. Die GRÜNEN wählten in Niedersachsen mit der Est-Stimme 373.248, aber 116225 mehr wählten Die Grünen mit der Zweit-Stimme. Das   Ergebnis:  489.473.

Zu den “Leihstimmen” erklärt die  Wahlleitung in Hannover: “Teilweise wird die Meinung vertreten, die CDU habe es mit ihrer angeblichen ‘Leihstimmenkampagne’ zugunsten der FDP übertrieben und dadurch den Wahlsieg von Rot-Grün ermöglicht. Wahlarithmetisch ist das Gegenteil richtig: Hätten beispielsweise 2.000 weitere Personen die Zweitstimme nicht der CDU, sondern der FDP gegeben, wäre ein Sitz von der SPD zur FDP gekippt und hätte für eine schwarz-gelbe Mehrheit gesorgt. ”

… Wie man sieht, wäre es bei einer geringeren Anzahl von ‘Leihstimmen’ von der CDU zugunsten der FDP auf jeden Fall bei einer rot-grünen Mehrheit geblieben. Hätte es hingegen noch mehr strategische Stimmabgaben für die FDP gegeben, wäre ein Patt oder gar eine schwarz-gelbe Mehrheit möglich gewesen. Je stärker das Stimmensplitting im schwarz-gelben Lager ausgefallen wäre, desto mehr unausgeglichene CDU-Überhangmandate wären angefallen.” (Quelle: niedersächsiche-wahlleitung)

 

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

*

* Copy this password:

* Type or paste password here:

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>