Neue Hochspannungsleitungen für Windenergie

GiNN-BerlinKontor.—-”Eine völlig neue Energieversorgung bedeutet auch Investitionen in neue Infrastruktur – zum Beispiel Hochspannungsleitungen”, sagte Bundeskanzlerin Angela MERKEL (CDU) in Berlin.  Windenergie werde vor allem im Norden Deutschlands erzeugt, viele Industrieanlagen seien im Süden. Dies bedeute völlig neue Transportnotwendigkeiten für den Strom. Deshalb müsse jeder,  der das Zeitalter der Erneuerbaren Energien schnell erreichen wolle,  auch bereit sein, “Ja zu sagen zu neuen Infrastrukturinvestitionen.”

Es gelte einerseits,  möglichst viel Energie zu sparen – vor allen Dingen im Bereich der Gebäudesanierung,  auf der anderen Seite müsse man das Verhältnis der Energieträger zueinander verändern, sagte die Kanzlerin.  Der Anteil der erneuerbaren Energien werde zunehmen. Merkel bekräftigte erneut: “Wir glauben, dass wir durch ein klares Bekenntnis zu den Brückentechnologien – der Kernenergie und der Kohle – das Zeitalter der erneuerbaren Energien schneller erreichen können. Denn wir wollen auf der einen Seite den Strom bezahlbar halten, die Sicherheit der Versorgung garantieren, und auf der anderen Seite umweltfreundlich Energie erzeugen.”

Die Bundeskanzlerin erinnerte daran, dass jährliche Investitionen in Höhe von mehr als € 20 Milliarden notwendig würden. Daran werde sich nicht nur der Staat beteiligen, sondern auch die Kernkraftwerksbetreiber, erinnerte Merkel erneut. Diese stellten insgesamt mehr als 60 % ihres Gewinns zur Verfügung, den sie aus der Laufzeitverlängerung hätten.

Die Kanzlerin unterstrich:  “Wir sind der festen Überzeugung, dass durch das Umsteuern auf Erneuerbare Energien Deutschland nicht nur eine moderne Energieversorgung hat, die dem Klimaschutz dient, sondern gleichzeitig auch neue Technologien entwickeln kann, die neue Arbeitsplätze schaffen.”

Am 28. Oktober stimmt der Deutsche Bundestag über die AKW-Laufzeitverlängerung ab. Die SPD rief gemeinsam mit den Grünen, der Linkspartei und Umweltverbänden zu einem  “Anti-Atom-Protest” am 28. 10. vor dem Brandenburger Tor in Berlin auf. Die SPD verbreitete,  die von der Bundesregierung angestrebte Laufzeitverlängerung bremse die Energiewende.  “Befeuert von der Erwartung eines baldigen Atomausstiegs”  hätten vor allem mittelständische Unternehmen  bereits  “Milliarden in Strom aus Wind, Sonne und anderen sauberen Energiequellen investiert und Deutschland zum Marktführer dieser Schlüsselindustrie des 21. Jahrhunderts gemacht”.

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