NATO zeigt Entschlosenheit

GiNN-BerlinKontor.—NATO wird als “Antwort auf die russische Aggression” in den NATO-Staaten Estland, Lettland, Litauen, Polen, Bulgarien und Rumänien multinationale Stabsstellen (NATO Force Integration Unit=NFIU) einrichten. Zudem wurde beschlossen, die Eingreiftruppe “NATO Response Force=NRF” von 13  000 Soldaten auf 30 000 aufzustocken. 15 000 NATO-Soldaten sollen innerhalb von sechs Wochen “weltweit” einsetzbar sein. Sie sind Teil der 7000 Mann starken Schnellen Eingreiftruppe (Very High Readiness Joint Task Force=VJTF), die künftig innerhalb von zwei bis sieben Tagen verlegt werden kann. Die Bundeswehr stellt mit 2700 Mann das größte Kontinent.

Das deutsche Panzergrenadierbataillon 371 in Marienberg stellt aktuell den größten Teil der NATO Response Force und ist für die neue Eingreiftruppe der NATO VJTF (Very High Readiness Joint Task Force) federführend eingebunden. Das Bataillon stellt bereits seit dem 1. Januar dieses Jahres bis zum 31. Januar 2016 den deutschen Gefechtsverband NRF 2015. Erste Teile der NRF sind sieben Tage nach Alarmierung verlegefähig, die Hauptkräfte sind in zwei Wochen einsatzbereit.

Mit dem Readiness Action Plan=RAP reagiert die North AtlanticTraety Organization NATO demonstrativ auf die Annexion der Krim durch Russland und auf das russische Vorgehen in der Ost-Ukraine.  Auch das Multinationale Korps Nord-Ost in Stettin (Polen) soll nach den Beschlüssen der NATO-Verteidigungsminister verstärkt werden. Das gemeinsame Hauptquartier Multinational Corps North-East wurde bereits 1998 von Dänemark, Polen und Deutschland aufgestellt. Es wurde am 18. September 1999 in Stettin in Dienst gestellt.

Moskau kritisierte scharf die “Veränderung der russischen Grenzen und der militärpolitischen Situation in Europa”. Die Russische Föderation fühle sich “bedroht”, so der Ständige Vertreter Russlands bei der NATO, Alexander GRUSCHKO. Man werde “eine angemessene Antwort geben”.

NATO-Generalsekretär Jens STOLTENBERG erklärte jedoch, derzeit gebe es für die baltischen Staaten sowie für Polen, Bulgarien und Rumänien “keine konkrete, akute Bedrohung durch Russland.” Die NATO-Präsenz sei eine Reaktion auf das Vorgehen Russlands in der Ost-Ukraine, auf der Krim sowie in Georgien und in Moldawien, betonte GS der NATO in Brüssel.

Stoltenberg sagte auf einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem NATO-Oberbefehlshaber in Europa, US-General Philip BREEDLOVE, Russland habe durch die “aggressiven Handlungen gegen die Ukraine, die Sicherheit Europas nach dem Kalten Krieg unterminiert”.

Der NATO-Generalsekretär verwies auf die Truppenverlegungen ins Baltikum, auf die militärischen Übungen  und die gegenwärtigen Manöver im Schwarzen Meer. Er kündigte eine weiteres Großübung mit über 25 000 Mann für den Herbst an – “the Alliance’s largest in many years”.

Stoltenberg wies nachdrücklich darauf hin, dass “die militärischen Kommunikationslinien mit Russland  offen bleiben, damit wir Missverständnisse vermeiden können.” Er begrüßte ausdrücklich “Deutschlands Unterstützung für das Offenhalten dieser Kanäle“, so der NATO-Generalsekretär. (Quellen: NATO.int./sputnik news.com)

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