NATO: Führungsrolle an Afghanen übergeben

GiNN-BerlinKontor.—Die NATO will die Kampfeinsätze in Afghanistan zügig an die einheimischen Sicherheitskräfte übergeben. Der Militäreinsatz werde bis Ende 2014 fortgesetzt, so NATO-Generalsekretär Anders Fogh RASSMUSSEN. Bereits Ende 2013 solle die Führungsrolle in allen Provinzen an die Afghanen übergeben werden.

Die NATO-Soldaten werden „vom Fahrersitz auf den Beifahrersitz”“ rutschen, sagte Verteidigungsminister Thomas de Maizière. Es bleibe bei der von allen NATO-Staaten gemeinsam getragenen Strategie, „dass wir die Mission bis Ende 2014 durchführen“. Für den schrittweisen Abzug „”brauchen wir eine angemessene Truppenstärke auch deutscher Soldaten, um die Übergabe in Verantwortung seriös zu organisieren”, sagte der deutsche Verteidigungsminister.

US-Verteidigungsminister Leon PANETTA hatte zuvor erklärt: “Hoffentlich können wir Mitte oder Ende 2013 einen Übergang von der Kampfrolle zur Ausbildung, Beratung und Unterstützung schaffen. Das heißt nicht, dass wir nicht mehr kampfbereit wären. Sondern, dass wir nicht länger in der offiziellen Kampfrolle sind wie jetzt.”

“Wir sind wie Briten, Franzosen oder Italiener ein größeres NATO-Mitglied in Europa und spielen deshalb eine gewichtige Rolle”, hatte de Maiziere auf der Münchner Sicherheitskonfernez erklärt:  Zudem betonte der Bundesverteidigungsminister, dass bei allen Konflikten ein multilaterales Vorgehen entscheidend sei. “Die Erfahrungen in Afghanistan haben ein derartiges Maß an gemeinsamem Denken und operativer Vernetzung in der NATO ergeben, wie es sie selbst im Kalten Krieg nicht gegeben hat. Daran müssen wir festhalten”, so der deutsche Verteidigungsminister.

Auf einer Sitzung in Brüssel am 02.02. war zudem entschieden worden,  die Kommandozentrale für den geplanten NATO-Raketenschild auf der US-Airbase im pfälzischen Ramstein einzurichten. Der Schild soll schrittweise bis 2020 aufgebaut werden.

De Maizière erklärte dazu,  Deutschland könne sich vorstellen, seine „Patriot“-Raketen als Teil dieses Abwehrsystems zur Verfügung zu stellen. Der Minister unterstrich erneut, dass der Raketenschild sich nicht gegen Russland richte. „Es geht um eine in Europa stationierte Raketenabwehr gegen Bedrohungen aus dem Nahen Osten, insbesondere des Irans”. Er bekräftigte in diesem Zusammenhang die Einladung der NATO an Russland, bei dem Abwehrsystem mitzuwirken.

Bei dem Raketenschild geht es primär darum, bisherige Abwehrfähigkeiten der einzelnen NATO-Mitgliedsstaaten unter gemeinsamer Führung zusammenzulegen und zu vereinheitlichen.(Quelle: BMVg)

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