Nach Sarrazin-Empörung folgt der Kater

GiNN-Berlin-Kontor.—Berlins Regierender Bürgermeister Klaus WOWEREIT (SPD) bedauert, dass sich Sarrazin mit seinen Thesen über Gen-Definitionen, “Ausgrenzungen und Diffamierungen von Menschen”, die in Deutschland friedlich miteinander lebten, so “verrannt” habe. Sarrazins Äußerungen entsprächen nicht den Grundsätzen und Grundlagen der SPD-Politik. Sarrazin tue ihm jedoch leid, sagte Wolwereit, denn er habe mit ihm als Finanzsenator gut und erfolgreich zusammengearbeitet. Zuvor hatten die Spitzengenossen in Berlin Sarrazin “Nähe zur Rassenideologie des Nationalsozialismus”  unterstellt. Nach Bekanntwerden der Pro-Sarrazin-Umfragen will man offensichtlich entgegensteuern in der SPD – und fordert nun “eine seriöse Diskusssion ohne Tabus statt hysterischer Debatten”- sogar über  “Integrationsverweigerung” .Die Berliner Zeitung berichtete, in der SPD-Basis  “herrsche Unmut” über den geplanten Parteiausschluss des ehemaligen Berliner Finanzsenators Sarrazin. Überdies muss die SPD zur Kenntnis nehmen: Eine Entlassung Sarrazins durch den Bundespräsidenten ist ein Rechtsakt, gegen den geklagt werden kann.” SPD-Chef Sigmar GABRIEL rechnet laut SPIEGEL mit einem spürbaren Sympathierückgang zu Lasten der Sozialdemokraten. “Die Debatte wird uns richtig schaden.”

Zum scharf kritisiertem Sarrazin-Buch gab der innenpolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Dieter WIEFELSPÜTZ,  zu Protokoll, Integration sei das  “das Mega-Thema der nächsten Jahre”.  Das “Machbare” sei in Deutschland längst nicht erreicht.

Berlins Innensenator Ehrhart KÖRTING sprach von einer “sehr problematischen Hexenjagd gegen Sarrazin” – legte dem Ex.Senator jedoch nahe, “von selbst aus” die SPD zu verlassen.

Berlins SPD-Landeschef Michael MÜLLER erklärte, das vom Berliner Kreisverband Charlottenburg-Wilmersdorf beantragte Parteiausschlussverfahren gegen Sarrazin richte sich nicht gegen Sarrazins  “kritische Meinung zur Integrationspolitik” , sondern gegen  “seine Haltung gegenüber Menschen”.

Bundespräsident Christian WULFF, der das Bundesbankvorstandsmitglied Thilo Sarrazin per Unterschrift entlassen soll, bat unmittelbar nach Erhalt der Bitte um Entlassung Sarrazins die Bundesregierung (BMF) um Mitteilung der Gründe für ein solchen Schritt. Auch er räumte in einem Interview Defizite in der deutschen Ausländerpolitik ein: “Versäumte Anstrengungen bei der Integration müssen nachgeholt werden”, sagte das Staatsoberhaupt der Mainzer Allgemeinen Zeitung. Andererseits müssten aber auch “klare Forderungen an Zuwanderer formuliert werden”. Zugleich nahm Wulff den Großteil der Migranten in Deutschland gegen den Vorwurf mangelnder Integrationsbereitschaft in Schutz. Die Mehrzahl neu angekommener Bürger nähme  “erfolgreich an Integrationskursen teil.”

Bundeskanzlerin Angela MERKEL (CDU)  verwies auf  “bestehende Probleme in der Integration”, die “offen” diskutiert werden müssten. Der  türkische Hürriyet sagte die Kanzlerin, Einwanderer müssten die Chance erhalten, sich in Kultur, Wirtschaft und Gesellschaft einzubringen. Diese müssten sich aber  “aktiv bemühen”. Integration sei eine der wichtigsten Aufgaben unserer Zeit, “zitiert” Merkel Sarrazin.

Der WESER KURIER notierte: “Eines kann man Thilo Sarrazin nicht vorwerfen: Dass er mit Karacho an der Stimmung im Lande vorbeischreibe. Dabei ist der Mann eher das Gegenteil von einem Populisten: Der Bundesbanker ist keiner, der Volkes Nähe sucht und in Bierzelten um Applaus ringt – kühl bis arrogant im Auftreten, verteidigt er seine Thesen in Talkshows und Feuilletons mit der Distanziertheit eines Bürokraten. Sarrazin hantiert nicht mit aus dem Zusammenhang gerissenen Koran-Zitaten oder Versatzstücken islamistischer Propaganda – er lässt vor allem Statistiken sprechen. Und da er als früherer Finanzsenator und heutiger Bundesbank-Vorstand ein ausgewiesener Zahlenmensch ist, glauben ihm viele: Allein in den Internet-Foren liegt die Zustimmungsrate von Boulevard bis Bürgertum zwischen 60 und 80 %.”

Der jüdische Schriftsteller Ralph GIORDANO hatte über Sarrazins Thesen bereits zu Prokoll gegeben: „Sarrazin hat mit dem, was er gesagt hat, vollkommen recht. Ich wiederhole es: er hat mit dem, was er gesagt hat, vollkommen recht. Wie es aussieht in den Parallelgesellschaften, das hat er genau getroffen. Migranten haben nicht nur Probleme. Sie machen auch Probleme.“ Es werde Zeit, dass sich nicht nur die Mehrheitsgesellschaft Gedanken mache über die Minderheit – sondern die Minderheit muss sich auch Gedanken darüber machen, welches Problem sie für die nichtmuslimische Mehrheit darstellt“, so Giordano, der 2009 mit dem Großen Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet wurde.

Jugendliche Schwerkriminelle, die oft 30 und mehr erhebliche Straftaten verübt haben, besitzen nach Angaben der Berliner Jugendrichterin Kirsten HEISIG (48), die Anfang Juli 2010 erhängt in einem Waldstück aufgefunden wurde,  zu etwa 90 % einen Migrationshintergrund. Etwa 45 % der Täter gaben an, arabischer Herkunft zu sein, 34 % haben türkische Wurzeln.  Wo blieb der öffentlich Protest zu Heisigs Erkenntnissen?!  Das schrieb sie in ihrem Buch “Das Ende der Geduld”, das drei Wochen  n a c h  ihrem Tod  erschien.

Auch dieses Buch war nach Verlagsangaben gleich am ersten Tag (26.07.) ausverkauft (Startauflage von 40.000) „Es gibt offensichtlich ein sehr großes Interesse an dem Thema. Wir mussten sofort nachdrucken”, so der Verlag.

Übrigens: Ein GEN ist der Träger der Erbinformation, die von einer Zelle benötigt wird, um ein bestimmtes Protein zu produzieren. Gene sind Einheiten aus Desoxyribonukleinsäure (DNS, englisch DNA für desoxyribonucleic acid), die man in der Gentechnik von einem Organismus in ein anderes verpflanzen kann.

2 Gedanken zu “Nach Sarrazin-Empörung folgt der Kater

  1. In Sachen Sarrazin ist jetzt der Gabriel von der SPD dran, mal klare Kante zu zeigen. Was ist jetzt nicht verstehe ist, warum der Wulff erstmal die Merkel fragen muss, denn er hat doch vor dem Antrag der Bundesbank gesagt, dass der Sarrazin weg soll. Ist er sich jetzt auf einmal nicht mehr so sicher und wir erlebe eine Überraschung, aber vielleicht ist das nur Alibi.

  2. Würde sich eine deutsche, oder kulturell deutsch orientierte person, im viel gepriesenen heimatland -türkei- so benehmen , wie sich hier in den deutschen großstädten eine als unübersehbare zu erkennende türkische minderheit ( mit oder ohne d.- o.t.-staatsbürgerschaft ) – benimmt- ( vor allem diejenige mit arabischem hintergrund ) , man würde ihn nach landesart mit schlimmsten persönlichen reprässalien belegen. Allein schon wie sie damals mit dem 17jährigen deutschen jungen , welcher in einer urlaubsbegegnung durch eine sehr will fähige junge britin in einer ,, petting ,, begegnung in einem der berüchtigsten Gefängnisse schmachtete und durch öffentliche vorverurteilung und allen nur erdenklichen, zeitverzögernden juristischen mäzchen in seiner persönlichkeit regelrecht v e r n i c h t e t wurde . Schon allein solche touristisch unterlegte Vorgänge in ihrem hoheitsbereich, beweist die eigene toleranz. Ganz abgesehen von ihrer religiösen und kulturellen toleranzbereitschaft allen – u n g l ä u b i g e n – gegenüber ( siehe auftritt erdogan`s im stadion von köln )
    Heute gehört ihnen bereits in eigen gegründeten kulturbereichen ein großteil der straßen von europa – was wird morgen sein ? ( ich kenne da ein sehr schlimmes lied aus unglückseeliger zeit )
    Das vorzutragen hat mit r e c h t e m gedankengut nichts, ja überhaupt nichts zu tun . Im gegenteil man kann solches ohne weiteres mit allem nachdruck zurück geben

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