Nach EU-Gipfel: Märkte bleiben zurückhaltend

GiNN-BerlinKontor.–- Nach der “allgemeinen Verunsicherung und Drohung” durch die US-Ratingagentur Moody’s kam es am deutschen Aktienmarkt zu erneuten Schnellverkäufen. Moody’s kündigte an, man werde im 1. Quartal des Jahres 2012 erneut die Kreditwürdigkeit von EU-Staaten prüfen. Moody’s  Investors Service  vermißt trotz der EU-Gipfel-Beschlüse in Brüssel  “durchgreifende politische Maßnahmen zur Stabilisierung der Kreditmärkte”. (“decisive policy measures to stabilise credit markets”).

Die Deutsche-Bank widersprach: Es sei der erste der europäischen Krisengipfel, nach dem die Finanzmärkte nicht sagen würden: ‘”Zu wenig und zu spät.’” Es sei auch der erste Gipfel gewesen, der nicht aktuelles Krisenmanagement betrieben, sondern “nach vorne geblickt” hätte, so der DB-Chefvolkwirt Thomas MAYER.

26 der 27 EU-Staaten hatten sich am 09. Dezember – mit Ausnahme Großbritanniens – auf dem EU-Gipfel in Brüssel auf eine stärkere wirtschaftliche Integration und strengere Haushaltsdisziplin geeinigt.

Zu Beginn der Handelswoche danach verlor der Dax rund 2 %verliert, der EURO-US-$-Kurs fiel auf nur noch 1,32 .

Moody’s kritisiert die “signifikanten Meinungsverschiedenheiten” unter den Regierungschefs innerhalb der EU, welche die schnelle Wiederherstellung des Vertrauens am Kredirmarkt erheblich behindere. Je länger dies anhalte, desto größer werde auch die Gefahr einer wirtschaftlichen Rezession.

Die Brüsseler Maßnahmen – so Moody’s - hätten die bisherige Meinung der Agentur nicht beeinflussen können, dass sich nämlich “die Krise in einer kritischen und volantilen Phase” befindet. Die Gefahr der Zahlungsunfähigkeit von EU-Staaten sei noch nicht gebannt. Das immer noch fragile Bankensystem bleibe anfällig für weitere “Erschütterungen” (“the system remains prone to further shocks”). (Quelle:DB/ moody’s)
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