Moskau “wehrt sich”

GiNN-BerlinKontor.–Der Kreml verstärkt seine Propaganda – auch in Deutschland. Bereits am 10.11.2014 nahm Russlands “größte Informationsagentur mit modernen Multimedia-Zentren in Dutzenden Ländern” ihre Tätigkeit auf. Die “Exklusivinhalte” von Sputnik seien “für den Teil der mehreren Millionen Zuhörer bestimmt, welche die aufdringliche Propaganda der einpoligen Welt müde ist und einen alternativen Standpunkt braucht”, hieß es auf der “Sputnik“-Website.

Am 24.12.2014 startete die Moskauer “Multimedia-Gruppe Sputnik” auch eine deutschsprachige Nachrichten-Kampagne. In Berlin gingen und das Nachrichtenportal sputniknews.com (bisher “Stimme Russlands/RIA Novosti”) und SNA Radio auf Sendung. Die “neuen Medien” sollen später 800 Stunden am Tag in 30 Sprachen in 130 Städten “eine alternative Sicht auf das aktuelle Geschehen in Deutschland anbieten.

“Sputnik” verbreitete einen Kommentar der russischen Tageszeitung “Kommersant” (26.12.) zur  “großen Krise in den Beziehungen zwischen Russland und dem Westen.” Bedauert wird erneut, dass Russlands “Wiedervereinigung mit der Krim” im Westen als “Annexion” wahrgenommen worden sei. Danach sei der “Sanktionskrieg” weiter eskaliert.

Die Ereignisse in der Ost-Ukraine, die zu einem Bürgerkrieg geführt hätten, habe Russland und den Westen “endgültig gespaltet”. Die USA und die EU hätten Moskau für den “Krieg in der Donbass-Region” verantwortlich gemacht.

Erinnert wird daran, dass Wladimir PUTIN dem Westen vorgeworfen habe, “dem russischen Bären verbieten zu wollen, Beeren und Honig in der Taiga zu fressen, und ihm sogar die Zähne und Krallen ausreißen zu wollen.” Putin habe erstmals vom “!äußeren Feind” gesprochen.

Russland habe gehofft – so heißt es weiter – dass “Veranstaltungen” wie die Olympischen Spiele in Sotchi und der G 8-Gipfel die negativen Auswirkungen der Ukraine-Krise “relativieren” würden.

Sputnik/Kommersant” weiter: “Für Moskau wurde die Nichterfüllung des am 21. Februar unter Mitwirkung internationaler Vermittler unterzeichneten Abkommens zur politischen Regelung der Ukraine-Krise zum Wendepunkt. Der Kreml hielt das Scheitern dieser Vereinbarung und die anschließende Flucht des damaligen ukrainischen Präsidenten Viktor Janukowitschs aus der Ukraine für einen Beweis dafür, dass der Westen kein verantwortungsvoller Partner ist, der das Völkerrecht respektiert.” (Quelle: sputniknews.com)

n-tv kommentierte:  “Russland spielt nach wie vor eine zwiespältige Rolle im Ukraine-Konflikt. Von den Separatisten hat sich die russische Führung immer noch nicht distanziert. Moskau muss sich an der Konsolidierung der Ostukraine beteiligen, es trägt viel Verantwortung für die Situation.”

Dem Deutschlandfunk (DLF) sagte der Markus KAIM (Stiftung Wissenschaft und Politik)es sei nicht neu, dass die russische Führung “Angst vor der NATO”habe. Bereits vor 5 Jahren seien die Osterweiterung des Militärbündnisses und die Stationierung von westlichen Truppen als zentrale Herausforderungen für die russische Sicherheit benannt worden. “Der Ton mag sich etwas verschärft haben und (…) an Bedeutung gewonnen haben, aber letztlich in der Einschätzung der Nato hat sich in den letzten fünf Jahren in den russischen sicherheitspolitischen Eliten eigentlich gar nicht so viel verändert”, so Markus Kaim.,Chef der Forschungsgruppe Sicherheitspolitik der SWP.

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