Moskau und Ankara

GiNN-BerlinKontor.—”Gipfeltreffen” der Präsidenten Wladimir PUTIN (Russland) und Recep Tayyip ERDOGAN (Türkei) in St. Petersburg. Sie wollen,  “dass es im Verhältnis Moskau-Ankara wieder aufwärts geht”, zitiert Sputnik News Putin: Erdogan soll erklärt haben: “Man erwartet viel von uns, politisch gesehen. Ich glaube, dass unsere Zusammenarbeit viel zur Lösung der Probleme in der Region beitragen wird”.

Der türkischen Staatschef bedankte sich dafür, dass Putin “als erster” nach dem Staatsstreichversuch in der Nacht zum 16. Juli angerufen habe. Ihr Anruf direkt nach dem Putschversuch hat mich, meine Kollegen und unser Volk sehr erfreut. Wie sehr unser Volk gegen ähnliche Staatsstreichversuche ist und für Demokratie auftritt, hat die demokratische Kundgebung vom Sonntag deutlich gezeigt”, so Erdogan. Putin hatte der Türkei “eine baldige Wiederherstellung der Verfassungsordnung und Stabilität gewünscht”, berichtet das russische staatliche Nachrichtenportal Sputnik News.

Wie gemeldet wurde, sollen bei den Zusammenstößen in Ankara und in Istanbul 246 türkische Bürger getötet worden sein. Wie viele “Putschisten” den Tod gefunden haben ist nicht bekannt.

Putin wird wie folgt zitiert: “Ihr heutiger Besuch zeigt, dass wir alle, ungeachtet der sehr schwierigen innenpolitischen Situation in der Türkei, die Wiederaufnahme unseres Dialogs, die Wiederherstellung der Beziehungen zugunsten der Interessen der Völker der Türkei und Russlands wollen”, sagte Putin zur Begrüßung seines türkischen Amtskollegen. “Wir haben heute die Chance, im engen wie im breiten Kreise den ganzen Komplex unserer Beziehungen zu erörtern, darunter auch die Wiederherstellung der Wirtschaftsbeziehungen, die Zusammenarbeit im Bereich des Kampfes gegen den Terrorismus”, so Putin weiter.

Die Beziehungen zwischen Moskau und Ankara wurden stark belastet, nachdem die türkische Luftabwehr am 24. November 2015 “an der syrischen Grenze” einen russischen SU-Bomber abgeschossen hatte. Ankara behauptete, der russische Kampfjet habe den türkischen Luftraum verletzt und auf mehrere Warnungen nicht reagiert. Erdogan soll sich vor dem Treffen mit Putin “formell für den Abschuss des Jets und den Tod des Piloten entschuldigt haben. (Quelle: sputniknews.de)

Die Bundesregierung hat das Treffen des russischen Präsidenten Wladimir Putin mit dem türkischen Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdoğan begrüßt, sagte die stellvertretende Regierungssprecherin Ulrike DEMMER in Berlin. Auch die NATO sei wegen des Zerwürfnisses zwischen der Türkei und Russland in großer Sorge gewesen. Die Bundesregierung begrüße es, “wenn die wesentlichen Akteure wieder zueinander finden und nach Wegen suchen, den Streit beizulegen”, so Demmer. (Quelle: bundesregierung.de)

 

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