Moskau: Ex-Yukos-Boss muß 9 Jahre ins Gulag

GlobaliNetNews/BERLINKONTOR.—Der frühere Vorstandschef des russischen Ölkonzerns YUKOS, Michail CHODORKOWSKI, ist zu neun Jahren Zwangsarbeitslager (Gulag) verurteilt worden. Die Untersuchungshaft wurde angerechnet. Auch sein Geschäftspartner Platon LEBEDEW erhielt 9 Jahre. Wie das Moskauer Gericht mitteilte, müssen Chodorkowski und Lebedew zudem jeweils 17 Milliarden Rubel (483 Millionen Euro) an Steuern und Strafen nachzahlen.

Claudia ROTH und Reinhard BÜTIKOFER, Bundesvorsitzende der Grünen, “protestierten” gegen die Verurteilung Michael Chordorkowskijs: “Verlierer sind Rechtstaatlichkeit und Demokratie in Russland”, sagten sie. Das Ergebnis dieses Schauprozesses verdeutliche, wie “gelenkt und unfrei die russische Justiz” sei.

CSU-Generalsekretär Markus SÖDER sagte in München: “Das Urteil im Yukos-Prozess erinnert an schlimmere Kapitel russischer Geschichte. Das hat mit Demokratie und Rechtsstaatlichkeit wenig zu tun. Schröder soll sich bei Putin für Chodorkowski einsetzen. Der Kanzler muss zeigen, ob ihm Menschenrechte wichtiger sind als eine oberflächliche, Männerfreundschaft�.”

Das ARD-Studio Moskau beruchtete: “Schande, Schande” riefen die Anhänger Chodorkowskis als das Urteil bekannt wurde. Katastrophal werden auch die Folgen für die russische Wirtschaft sein: acht Milliarden US-Dollar Kapitalflucht gab es bereits im vergangenen Jahr durch den Prozess – mit dem heutigen Tag wird es nicht besser werden.

Das Signal Putins an die Welt ist: Wer in Russland Geschäfte macht, funktioniert wie ich es will – oder gar nicht. Russische und ausländische Manager werden da gut hinhören und überlegen, wie hoch das Risiko unter diesen Umständen für sie ist.

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