Moskau-Ankara im Streit

GiNN-BerlinKontor.—Nach dem Abschuß eines russischen Kampfflugzeugs, dass angeblich im türkischen Luftraum operierte, durch türkische Abfangjäger erklärte Moskau, dies werde “unausweichlich ernsthafte Konsequenzen” haben. Türkische Militärs behaupteten, das russische Kampfflugzeug sei in den türkischen Luftraum eingedrungen. Zwei Abfangjäger vom Typ F-16 hätten das Feuer erst nach mehrfachen Warnungen eröffnet.

Es habe keine Vorwarnungen gegeben, weder per Funk noch durch Handzeichen, habe der gerettete Co-Pilot, Hauptmann Konstantin MURAHTIN, berichtet. Es habe “überhaupt keinen Kontakt gegeben”, so der Pilot laut sputnik news. Die türkische Rakete habe seine SU-24 völlig unerwartet” am Heck getroffen. Wir haben sie nicht l gesehen und deshalb auch  kein Ausweichmanöver eingeleitet.” Der Flugkommandant wurde offenbar nach dem Absprung getötet.

Nach Darstellung der türkischen Luftwaffe wurden die Piloten des russischen Kampfjets mehrfach gewarnt, weil sie in türkischen Luftraum eingedrungen seien. Als Beweis veröffentlichte  Ankara einen Mitschnitt des Funkverkehrs, in dem die mehrfachen Warnungen zu hören sind. (Audio of the Turkish Air Force warning the Russian Su-24 before downing it. 10 warnings in 5 minutes before being shot down.)

Russlands Präsident Wladimr W. PUTIN soll auf das Flugsicherheitsabkommens mit den USA hingewiesen haben. Die Operationen gegen IS stünden doch unter Führung der  USA. Die russische Su-24 habe zur Zeit des Abschusses auch Angriffe gegen Stellungen des Islamischen Staates” in der syrischen Provinz Latakia geflogen. Nun haben wir  einen Stoß in den Rücken bekommen. Unsere Flugzeuge, die gegen den Terrorismus kämpfen, werden angegriffen.” Bisher sei “die Türkei für uns immer nicht nur ein Nachbar, sondern auch ein Freund. Ich weiß nicht, was geschehen ist, und ob das nötig war.” Diejenigen, die  das getan hätten, wären “Komplizen der Terroristen”.

Der Kreml-Chef kritisierte nachdrücklich, dass die Türkei den Vorfall nicht sofort Russland gemeldet habe, sondern, zuerst ihren NATO-Partnern.

In Sotchi soll Putin vor Journalisten von einer “bewusst  herbeigeführten Provokation” gesprochen haben. Dort empfing er am 25.11. Jordaniens König ABDULLAH II.

Russland und Jordanien – so wird Putin zitiert – würden ihre Anstrengungen im Kampf gegen internationalen Terrorismus “bündeln”. Die Sicherheitsdienste und Militärs beider Länder stünden ”im ständigen Kontakt”.

Washington beeilte sich übrigens zu erklären, die USA seien an dem Zwischenfall an der türkisch-syrischen Grenze nicht beteiligt gewesen.

Russlands Verteidigungsminister Sergej SCHOIGU sagte der Nachrichtenagentur “Interfax”, der russische Stützpunkt in Hmeimim/Syrien werde mit dem Luftabwehrsystem S-400 verstärkt. Dies könne alle Typen von Kampfflugzeugen, Marschkörpern und auch taktische Raketen abfangen”. Zudem sei der Lenkwaffenkreuzer “Moskwa” an die syrische Küste bei Latakia entsandt worden.

ISIL – so Moskau – taumele seit dem Eingreifen der Russen in Syrien “von Niederlage zu Niederlage”. Seit dem 30. September hätten russische  Streitkräfte  “mindestens  2.700 Ziele zerbombt und Hunderte Dschihadisten getötet sowie  Öl-Raffinerien und 525 Tanker der Terroristen zerstört.”

Außenminister Sergei LAWROW sagte seinen für den 25.11.geplanten Besuch in Ankara ab. Neue Termine seien nicht verabredet worden, so das russische Außenministerium. (Quellen: RT/interfax/sputnik News/theaviationist.com))

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