Moderate Inflationsrate

GiNN-BerlinKontor.-–Die Verbraucherpreise in Deutschland lagen im Januar 2014 um 1,3 % höher als im Januar 2013. Im November 2013 hatte die Inflationsrate  – gemessen am Verbraucherpreisindex – ebenfalls bei + 1,3 % und im Dezember 2013 bei + 1,4 % gelegen. Der Preisauftrieb blieb damit zu Jahresbeginn gering. Im Vergleich zum Vormonat sank der Verbraucherpreisindex im Januar 2014 um 0,6 %. Das Statistische Bundesamt bestätigt somit seine vorläufigen Gesamtergebnisse vom 30. Januar 2014.

Die moderate Inflationsrate im Januar 2014 war erneut vor allem auf die rückläufige Preisentwicklung bei Mineralölprodukten zurückzuführen (− 5,2 % gegenüber Januar 2013, darunter leichtes Heizöl: − 7,1 %; Kraftstoffe: − 4,6 %): Ohne Berücksichtigung der Mineralölpreise hätte die Teuerungsrate im Januar 2014 bei + 1,7 % gelegen. Im Gegensatz zur verbraucherfreundlichen Preisentwicklung bei Mineralölprodukten waren im Januar 2014 vor allem Strom mit + 2,5 % und feste Brennstoffe mit + 2,4 % teurer als vor einem Jahr. Energie insgesamt (Haushaltsenergie und Kraftstoffe) verbilligte sich im Januar 2014 um 1,8 % gegenüber Januar 2013.

Die Preiserhöhung bei Nahrungsmitteln lag mit + 3,6 % im Januar 2014 weiterhin deutlich über der Gesamtteuerung. Mehr als vor einem Jahr mussten die Verbraucher vor allem für Speisefette und Speiseöle (+ 11,7 %; darunter Butter + 21,3 %) sowie für Molkereiprodukte (+ 10,6 %; darunter Quark: + 18,5 %; H-Milch: + 13,6 %; Schnittkäse: + 11,2 %; Joghurt: + 7,5 %) zahlen. Deutlich teurer waren auch Gemüse (+ 5,7 %) und Obst (+ 3,8 %). Etwas günstiger hingegen waren Eier (− 1,5 %).

Die Preise für Waren erhöhten sich im Januar 2014 im Vergleich zum Januar 2013 um 0,8 %. Hier verteuerten sich neben den Nahrungsmitteln zum Beispiel auch Zeitungen, Bücher und Schreibwaren (+ 4,9 %) sowie Tabakwaren (+ 4,7 %; darunter Tabak: + 11,4 %; Zigaretten: + 3,7 %) und Bier (+ 4,4 %) deutlich. Billiger wurden hingegen neben der Energie beispielsweise Kaffee (− 5,2 %) und Geräte der Informationsverarbeitung (− 5,7 %).

Die Preise für Dienstleistungen insgesamt stiegen im Januar 2014 im Vergleich zum Vorjahresmonat um 1,9 % und somit stärker als die Preise für Waren. Diese Entwicklung wurde maßgeblich durch die Preiserhöhung bei Nettokaltmieten bestimmt (+ 1,5 %). Deutliche Preisanstiege gab es unter anderem bei Verbundfahrkarten (+ 3,1 %), Friseurleistungen (+ 4,2 %) sowie bei Glücksspielen (+ 20,9 %). Nur wenige Dienstleistungen waren günstiger als im Vorjahresmonat, zum Beispiel Telekommunikationsdienstleistungen (− 1,3 %). Die Abschaffung der Praxisgebühr zum 1. Januar 2013 wirkte sich erstmals nicht mehr auf die Teuerungsraten aus.

Der deutliche Preisrückgang im Januar 2014 gegenüber dem Vormonat Dezember 2013 um 0,6 % war im Wesentlichen saisonbedingt: Vor allem die Preise für Pauschalreisen (− 17,3 %), aber auch für Flugtickets (− 4,1 %) lagen unter dem Preisniveau des Urlaubsmonats Dezember. Aufgrund der Rabatte bei Winterwaren sanken gegenüber dem Vormonat zudem die Preise für Bekleidungsartikel (− 4,8 %) sowie Schuhe und Schuhzubehör (− 3,3 %).

Gegenüber dem Vormonat verbilligte sich im Januar 2014 auch Energie insgesamt um 0,7 %. Insbesondere sanken die Preise für Kraftstoffe und leichtes Heizöl jeweils um 2,2 %. Teurer gegenüber dem Vormonat wurde im Januar 2014 hingegen Strom (+ 1,1 %). Jedoch fiel der Anstieg der Strompreise deutlich geringer aus als vor einem Jahr (Januar 2013: + 9,9 % gegenüber Dezember 2012).

Die Preise für Nahrungsmittel insgesamt erhöhten sich im Januar 2014 um 0,7 %. Hier verteuerten sich binnen Monatsfrist vor allem Gemüse (+ 3,6 %) und Obst (+ 1,4 %). Weitere Preiserhöhungen gab es im Januar 2014 gegenüber Dezember 2013 auch bei Post- und Kurierdienstleistungen (+ 2,0 %) sowie bei Versicherungsdienstleistungen (+ 1,4 %; darunter für den Verkehr: + 2,2 %; für Gesundheit: + 1,7 %).  (Quelle:Destatis)

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