Minensuche im Persischen Golf

GiNN-BerlinKontor.—Die iranischen Streitkräfte befinden sich in höchster Einsatzbereitschaft, um die Grenzen des Iran gegen feindliche Angriffe zu verteidigen, erklärte der iranische Präsident Mahmud Ahmadinedschad, der sich zur 67. UNO-Vollversammlung in New York aufhält. Israel und die USA würden verstärkt Massenvernichtungswaffen “mit atomaren Sprengköpfen” produzieren, sie könnten bisher jedoch nicht Beweise vorlegen, dass Iran an einem militärischen Atomprogramm arbeite. Teheran bereite sich ausschließlich auf die zivile Nutzung der Atomenergie vor, weil die Erdölbestände im Lande vermutlich bald erschöpft seien, (“fossil fuel would eventually run dry”), versicherte Ahmadinedschad,

Die iranische Regierung warnte erneut das “zionistische Regime in Tel Aviv” und die US-Regierung, Iran anzugreifen. Im Gegenschlag würde Iran “Israel, Amerika und ihre weltweiten Interessen” attackieren. Man würde im Falle eines Angriffs die für den Öltransport strategisch so wichtige Straße von Hormus sofort schliessen, drohte Teheran erneut

Der Oberbefehlshaber der Islamischen Revolutionären Garden, Generalmajor Mohamad Ali Jafari, kommentierte ein 20-Nationen-US-Minensuchboot-Manöver im Persischen Golf, (“an anti-mining exercise in the Middle-East waterways”) mit den Worten: “Unsere Feinde haben keine Vorstellung von den kriegstaktischen und asymetrischen Maßnahmen der iranischen Gardetruppen (“the enemies are unaware of the IRGC’s war tactics and methods.”).

Das US-Verteidigungsministerium in Washington D.C. bestätigte “large minesweeping exercises” im Golf von Aden, Golf von Oman und im Roten Meer in der Zeit vom 16. bis 27. September. Wie es heißt, sollen so genannte unbemannte Unterwasser-”Drohnen” im Persischen Golf getestet werden. (Quellen Fars News Agency/DoD)

Die Drohung des Regimes in Teheran, die Straße von Hormus – der  Meerenge zwischen dem Golf von Oman im Südosten und dem Persischen Golf – zu blockieren, veranlasste die US-Regierung auf die so genannte Carter-Doktrin hinzuweisen. Nach dem Einmarsch sowjetischer Truppen in Afghanistan hatte der damalige US-Präsident Jimmy CARTER am 23. Januar 1980 erklärt: “Die Vereinigten Staaten von Amerika würden  weren ihre nationalen Interessen in der Persischen Golf-Region” verteidigen, was bedeutet:  militärische Gewalt einzusetzen, wenn nötig”.

Schon vor 30 Jahren sahen die USA eine “ernste Bedrohung für den freien Verkehr von Öl im Nahen Osten” und reagierten unmißverständlich mit militärischer Intervention. Zbigniew BRZEZINSKI,  Nationaler Sicherheitsberater in Carters Administration,  bestand auf die Zusatzformel: “Lassen wir unsere Position absolut klar sein: Ein Versuch einer äußeren Kraft, die Kontrolle über die Region am Persischen Golf zu gewinnen, wird als Angriff auf die vitalen Interessen der Vereinigten Staaten von Amerika angesehen werden, und solchen Angriff wird mit allen erforderlichen Mitteln abgewehrt werden – einschließlich militärischer Gewalt.” Wörtlich: “Let our position be absolutely clear: An attempt by any outside force to gain control of the Persian Gulf region will be regarded as an assault on the vital interests of the United States of America, and such an assault will be repelled by any means necessary, including military force.”

Auch jetzt – 2012 -  lautet die Botschaft der Amerikaner erneut: “Hände weg vom Persischen  Golf”. (GiNN)

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

*

* Copy this password:

* Type or paste password here:

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>