Milliarden-Kosten für Energienetze-Ausbau

GiNN-BerlinKontor.-–Die Kosten für den Ausbau der Energienetze in Deutschland werden vom Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft (bdew)  auf € 13 Milliarden geschätzt.  Das Bundesministerium für Umweltschutz und Reaktorschutz rechnet mit Kosten in Höhe von € 27 Milliarden für 380.000 zusätzliche Leitungskilometer bis zum Jahr 2020. Bundeswirtschaftsminister Rainer BRÜDERLE (FDP) sprach von bis zu € 2 Milliarden pro Jahr.

Die Bundesregierung will € 5 Milliarden an Krediten für Investitionen in Windkraftanlagen auf hoher See zur Verfügung stellen. Bundesumweltminister Norbert RÖTTGEN (CDU) sagte deazu, die Kredite sollten von der staatseigene KfW Bankengruppe  zur Verfügung gestellt werden. Investitionen in Windkraft – so Röttgen – blieben  “Risiko-Investitionen”. Dafür seien nur schwer Kredite bei privaten Banken zu erhalten.
Zum Gespräch der BDEW-Hauptgeschäftsführerin Hildegard MÜLLER an 15.04. im Bundeskanzleramt hiess es: “Es ist zu begrüssen,  dass die Bundesregierung und die Bundesländer einen konkreten Prozess für den beschleunigten Umbau der Energieversorgung in Deutschland begonnen haben. Damit kommt die Politik unseren Forderungen nach einem übergreifenden politischen Konsens zumindest in einem ersten Schritt nach. Es darf jetzt aber nicht bei Ankündigungen bleiben. Die verbleibenden zwei Monate des Moratoriums müssen Bund und Länder gemeinsam für konkrete Beschlüsse und Verabredungen nutzen.”

Mit dem dringend notwendigen Netzausbau, der Entwicklung neuer Speichertechnologien und dem Thema Energieeffizienz seien die zentralen Themen angesprochen worden . Vor allem eine Bundesfachplanung zum Netzausbau sei wichtig, “um das Kompetenz-Wirrwarr zwischen Bund, Ländern und Gemeinden endlich zu beenden und die viel zu langen Planungs- und Genehmigungszeiten spürbar zu verkürzen”, sagte die HGF`in Müller.

Im Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW), Berlin, sind 1.800 Unternehmen  und Organisationsformen organisiert. Das Spektrum der Mitgliedsunternehmen reicht von lokalen und kommunalen Betrieben über regionale bis hin zu überregionalen Anbietern.(bdew/BMU)

Bundeskanzlerin Angela MERKEL (CDU) sagte nach einem Treffen mit den Ministerpräsidenten der Bundesländer: “Wir alle wollen schnellstmöglich aus der Kernenergie aussteigen und in die Erneuerbaren Energien ein- und umsteigen.” Die angestrebte  Energiewende sei ein  “unglaublich spannendes Projekt, bei dem sich alle Länder der Verantwortung bewusst sind und mitarbeiten wollen.” (BPA)

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