Merkel: Schlagworte lösen nicht Schuldenkrise

GiNN-BerlinKontor.—--Der Ex-Bundesfinanzminister  und SPD-Kanzlerkandidat im Wartestand, Peer STEINBRÜCK, erklärte in mehreren Vorträgen zwischen Frankfurt und Essen, es sei langsam Zeit, sich einzugestehen, dass Griechenland “pleite ist – das Land ist bankrott”. Griechenland müsse jedoch unter dem Rettungsschirm bleiben. Bundeskanzlerin Angela MERKEL (CDU) erneuerte ihre Mahnung auf einer gemeinsamen Pressekonferenz  mit Finnlands Ministerpräsidenten  Jyrki KATAINEN, der Berlin seinen Amtsantrittsbesuch abstattete, die Debatte um die Schuldenkrise zu versachlichen. Leider gebe es immer wieder  “das Bedürfnis, mit einem Schlagwort ‑ ob das jetzt EURO-Bonds oder Insolvenz oder andere Wörter sind ‑ könnte sich dieses Problem, das wir im EURO-Raum haben, nämlich die Schuldenkrise, auflösen. Das wird nicht passieren, davon bin ich zutiefst überzeugt.”

Vielmehr werde es ein  “sehr langer, schrittweiser Prozess sein, in dem wir genau die Maßnahmen ergreifen müssen, über die wir heute auch gesprochen haben, nämlich Haushaltssanierung, wieder Vertrauen in den Märkten schaffen und Verbesserung unserer Wettbewerbsfähigkeit; denn das bedeutet, dass wir dann auch in der Lage sein werden, unsere Schulden eines Tages wieder zurückzuzahlen. Diesen langsamen, mühevollen Weg müssen wir Schritt für Schritt gehen”, betonte Merkel.

Die sogenannte Troika-Delegation – Europäische Kommission, Internationaler Währungsfonds (IWF) und die Europäische Zentralbank (EZB) – sollte am 13.09. eigentlich erneut nach Griechenland reisen, verschob aber diese Gespräche in Athen um – wie es hiess – die Ergebnisse des diesjährigen G20-Gipfels am 13.09. in Cannes/Frankreich abzuwarten.

Merkel unterstrich in Berlin, die “Troika” werde nach Athen gehen und dann ihre “Beurteilung abgeben”.  Man sei sich in der Bundesregierung über genau diesen Weg “sehr einig”.und sie  sehe  “überhaupt keine Unterschiede”.  Die deutsche Regierung habe “immer im Auge,dass wir alles, was wir tun, wir kontrolliert tun, und dass wir die Folgewirkungen kennen; denn ansonsten kann im EURO-Raum sehr schnell eine Situation entstehen, die wir alle nicht wollen und die für uns alle sehr schwierige Folgen haben könnte. Ich habe gar keine Sorge, dass wir in der Bundesregierung nicht auch dazu die gleiche Position haben”, betonte die deutsche Regierungschefin (Quelle: BPA-CvD).

Ein Gedanke zu “Merkel: Schlagworte lösen nicht Schuldenkrise

  1. Sehr langer schrittweiser Prozess? wer´s glaubt! Da alles pressiert, über Griechenland nicht geredet werden soll, der EFSF schnellstens abgesegnet werden und handeln soll, lässt draus schließen, dass der Gau vor der Tür steht. Bisher kam es immer anders, als die verlogenen politiker sagten. Das Risiko, dem Bürger bewußt verschwiegen, landet sowieso beim Steuerzahler.

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