Merkel lobt griechische Spargesetze

GiNN-BerlinKontor.—Wenige Stunden vor dem Berlin-Besuch von Ministerpräsident Giorgos PAPANDREOU hat Bundeskanzlerin Angelan MERKEL (CDU) erklärt, Deutschland und Griechenland seien lange freundschaftlich miteinander verbunden, Man lebe gemeinsam in der Europäischen Union (EU).  Die Kanzlerin kritisierte die “negativen Emotionen in Richtung Griechenland”. Dies sei nicht sehr hilfreich. Vorrangig sei es, an der Lösung der Probleme zu arbeiten.

Die Bundeskanzlerin lobte ausdrücklich, dass das griechische Parlament das Staatsdefiziit  “beim Schopfe gepackt” habe. Dabei sollten “wir Griechenland hilfreich zur Seite stehen.”  Das Sparprogramm werde seine Wirkung nicht verfehlen, so Merkel in München auf einer Pressekonferenz mit den Spitzenverbänden der deutschen Wirtschaft.  Es müsse nun von der Europäischen Zentralbank und vom Internationalen Währendfonds “bewertet” werden.  Die Märkte müssetn den Eindruck gewinnen,  dass es eine “gleichmäßige Beurteilung” gibt.

Die Bundeskanzlerin will offen mit dem grieichischen Ministerpräsidenten  “über die Situation sprechen”.  Es gehe darum, dass die “Situation des anderen auch verstanden wird”, sagte Merkel .  Auch über “Kooperationsmöglichkeiten mit Griechenland” werde gesprochen. Sie freue sich auf ein “interessantes, aber auch freundschaftliches Gespräch.”   Papandreou  sagte vor seinem Abflug nach Berlin,  er wolle  der deutschen Kanzlerin erläutern, wie er mit seinem Milliarden-Sparpaket die Staatsverschuldung  “drastisch reduzieren” will.

Die griechische Schuldenkrise bedrohe auch die Stabilität des Euro, warnte SPD-Vorsitzender Sigmar GABRIEL, weil auch “die Spekulanten am Finanzmarkt mit ganz Europa Roulette spielen”. Die Bundesregierung müsse die Zocker stoppen. Stattdessen kochten die Kanzlerin und Guido Westerwelle selbst “nach griechischen Rezepten”, behauptete der rot-rote Kanzlerkandidat in spe.

“Wir haben den deutschen Steuerzahler nicht gebeten, uns die Renten und den Urlaub zu zahlen. Das zu behaupten ist unfair. Weder haben die Griechen die Korruption in den Genen noch die Deutschen den Nationalsozialismus”, sagte Papandreou der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Die europäische Unterstützung sei wichtig, um an den Märkten wieder Kredite zu besseren Bedingungen zu bekommen. “Das ist alles, was wir brauchen. Wir wollen kein Geld”, so der griechisvche Regierungschef.  Mit den neuen Sparmaßnahmen habe Athen den Partnern in den EU gezeigt, “dass wir in der Lage sind, schwierige und schmerzvolle Entscheidungen zu treffen”.

Das “drastische” Sparprogramm der Griechen soll einen Umfang von € 4,8 Milliarden haben.  Mit Steuererhöhungen und Ausgabenkürzungen soll so ein Staatsbankrott verhindert werden.  In Griechenland nimmt die  “Wut der Straße” zu.  Die Bevölkerung wehrt sich gegen die “Radikalkur” der griechischen Regierung.  Massenstreiks  legten den Nahverkehr, Schulen und Krankenhäuser lahm.

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