Merkel erinnert an Währungsunion vor 20 Jahren

GiNN-BerlinKontor.–Bundeskanzlerin Angela MERKEL (CDU) hat an den Vertrag zur Währungs-, Wirtschafts- und Sozialunion und dessen Einfluss auf die deutsche Wiedervereinigung erinnert:  “Ich habe heute noch das Gefühl von etwas ganz Besonderem, denn dies war ein risikovoller, aber mutiger und zum Schluss erfolgreicher Schritt durch die damalige Bundesregierung. Es gelang damit, die Einheit voranzubringen, es gelang aber gleichzeitig auch, die D-Mark stabil zu halten.”

Die Bundeskanzlerin war damals Stellvertretende Regierungssprecherin der Regierung von Lothar de Maizière und moderierte eine Veranstaltung, an der die beiden Finanzminister Theo Waigel für die Bundesregierung und Walter Romberg für die DDR-Regierung teilnahmen.

Der Vertrag zur Währungs-, Wirtschafts- und Sozialunion stellte auch die Wettbewerbsfähigkeit der ehemaligen DDR voll auf dem Prüfstand, so Merkel. “Und damit wurde klar, wie der Produktivitätsrückstand in den allermeisten Bereichen der DDR-Industrie wirklich war. In vielen Bereichen gab es riesige Umweltschäden, aber eben auch mangelnde Effizienz.” Dies habe dann auch in vielen Bereichen zu einer erhöhten Arbeitslosigkeit geführt.

Heute habe Deutschland einen boomenden Mittelstand, viele neue Betriebe, aber eben nach wie vor in den neuen Bundesländern auch eine strukturell deutlich höhere Arbeitslosigkeit, als das in der alten Bundesrepublik der Fall sei. “Deshalb ist es auch richtig, dass die deutsche Einheit noch nicht in allen Bereichen geschaffen wurde.” Merkel stellt aber klar: “Sie ist ein politischer und ein ökonomischer Erfolg für die Menschen in allen Teilen Deutschlands.”

Am 1. Juli 2010 lädt die Bundeskanzlerin 250 Teilnehmerinnen und Teilnehmer ein, mit ihr im Kanzleramt an den 1. Juli 1990 zu denken und gleichzeitig über die noch bestehenden Probleme zu diskutieren.

Das Bundespresseamt wird mit einer Tour durch 50 deutsche Städte noch einmal an den Vertrag und seine Auswirkungen erinnern.

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