Merkel: Aufschwung nicht in Gefahr bringen

GiNN-BerlinKontor.—Die CDU-Vorsitzende und Bundeskanzlerin Angela MERKEL sieht den Aufschwung in Deutschland durch die Schuldenkrise gefährdet, “wenn wir nicht richtig handeln, aber das wollen wir ja genau verhindern.” Über 60 % des deutschen Exports gingen in den europäischen Bereich. Merkel betonte: “Wir dürfen nichts tun, was den Aufschwung weltweit insgesamt in Gefahr bringt und dann auch in Deutschland wieder in Gefahr bringen würde.”

Der Bankrott von Lehman Brothers habe in Deutschland 2009 zu einem Wirtschaftseinbruch von fast 5 % geführt. So etwas  “müsse unbedingt verhindert werde”, erinnerte Merkel in ihrem Video-Podcast am 10.06.. Der deutschen Exportwirtschaft gehe es gut, wenn es allen Europäern gut gehe.  “Wegen der Vorteile des Euro sei es “richtig und gut, dass wir uns auch für den Euro als eine starke Währung einsetzen”.

Die Kanzlerin unterstrich, im Ausland brauche sich niemand  wegen der Energiewende Sorgen zu machen.  Was den Ausstieg aus der Kernkraft angehe, sei die Lage “seit 2001 unter Rot-Grün” schon einmal sehr ähnlich gewesen, so Merkel.  Doch damals habe man noch nicht einmal ein Konzept gehabt, wie man eigentlich auf eine andere Art der Energie-Erzeugung umsteigen wolle. “Wir haben jetzt den Ausstieg vorgelegt, aber gleichzeitig gesagt, wie wir umsteigen und in andere Energieformen einsteigen wollen.” Deutschland werde immer so viel Energie erzeugen, wie es selbst brauche, versicherte die Kanzlerin. “Und wir werden uns auch für die europäische Netzstabilität verantwortlich fühlen. Ich glaube, wenn wir mit den anderen Ländern sprechen, wird man sehr schnell einsehen, dass Deutschland hier seinen Verpflichtungen wirklich nachkommt.”

Die deutschen Unternehmen rief die Regierungschefin auf,  dem deutschen Fachkräftenachwuchs gute Perspektiven zu bieten. Die Bundesregierung sei sehr aufmerksam, was den Fachkräftebedarf angehe. “Aber wir als Regierung sagen auch: Geht erst einmal mit den eigenen Fachkräften wirklich gut um. Es darf nicht sein, dass wir uns Fachkräfte von außen holen, nur um das Lohnniveau zu drücken, sondern wer gute Fachkräfte haben will, muss auch gut bezahlen”, sagte Merkel. Sie fügte hinzu, es sei nicht  “generell schlecht, wenn gut ausgebildete junge Menschen auch mal ein Jahr oder zwei im Ausland sind, aber schön wäre natürlich, sie kommen wieder.” Die junge Generation sei “sehr schwierigen Bedingungen” ausgesetzt. “Oft gibt es erst mal nur Praktika, anschießend gibt es befristete Arbeitsverträge. Wer langfristig sein Fachpersonal wirklich halten möchte, der muss auch bereit sein, jungen Menschen eine gute Perspektive zu geben. Das heißt, sie ordentlich zu bezahlen, aber eben auch nicht immer wieder befristete Arbeitsverträge anzubieten.”

Die Bundeskanzlerin nimmt am 14.06. an der 100. Tagung der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) teil. Nach den ILO-Statistiken hat Deutschland nur noch eine Arbeitslosigkeit von 6 %.. Es sei gut, dass das Wirtschaftswachstum den Beschäftigten zugutekomme – “dass wir mehr Menschen in Arbeit haben, als wir das vor der internationalen Krise hatten”, so Merkel. (cvd-bundesregierung.de)

Die International Labour Organization ist eine Sonderorganisation der Vereinten Nationen. Sie hat ihren Hauptsitz in Genf. Die 183 Mitgliedsstaaten sind durch Repräsentanten sowohl von Regierungen, als auch von Arbeitnehmern und Arbeitgebern in den Organen der ILO vertreten. Schwerpunkte der Arbeit der ILO sind  “die Formulierung und Durchsetzung internationaler Arbeits- und Sozialnormen, insbesondere der Kernarbeitsnormen, die soziale und faire Gestaltung der Globalisierung sowie die Schaffung von menschenwürdiger Arbeit als einer zentralen Voraussetzung für die Armutsbekämpfung.”

Die 100. Internationale Arbeitskonferenz tagt vom 1.-17. Juni 2011 im Palais des Nations in Genf. Sie ist das oberste Organ der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO).  (Quelle: ILO)

Ein Gedanke zu “Merkel: Aufschwung nicht in Gefahr bringen

  1. “Ich glaube – und hoffe – auch, dass Politik und Wirtschaft in der Zukunft nicht mehr so wichtig sein werden wie in der Vergangenheit. Die Zeit wird kommen, wo die Mehrzahl unserer gegenwärtigen Kontroversen auf diesen Gebieten uns ebenso trivial oder bedeutungslos vorkommen werden wie die theologischen Debatten, an welche die besten Köpfe des Mittelalters ihre Kräfte verschwendeten. Politik und Wirtschaft befassen sich mit Macht und Wohlstand, und weder dem einen noch dem anderen sollte das Hauptinteresse oder gar das ausschließliche Interesse erwachsener, reifer Menschen gelten.”

    Sir Arthur Charles Clarke (1917 – 2008), aus “Profile der Zukunft”

    Es gibt Kindergarten-Diskussionen und Diskussionen für Erwachsene. Erstere beschäftigen sich mit der a priori sinnlosen Frage, ob es noch eine andere Möglichkeit für das zivilisierte Zusammenleben geben könnte als die Natürliche Wirtschaftsordnung (echte Soziale Marktwirtschaft = freie Marktwirtschaft ohne Kapitalismus), die der Sozialphilosoph Silvio Gesell bereits 1916 vollständig und widerspruchsfrei beschrieben hatte (alle “Gegenargumente” basieren auf Vorurteilen und Denkfehlern) und die Ludwig Erhard noch nicht durchsetzen konnte, weil ihm die “katholische Soziallehre” in die Quere kam; letztere behandeln die überaus interessante Frage, warum es Kindergarten-Diskussionen sogar noch im 21. Jahrhundert gibt (wobei die “hohe Politik”, so genannte “Wirtschaftsexperten” und der “hohe Journalismus” noch nicht einmal bis zum “Niveau” der Kindergarten-Diskussionen vorgedrungen sind).

    Die Ursache ist eine veraltete Programmierung des kollekiv Unbewussten, welche die halbwegs zivilisierte Menschheit überhaupt erst “wahnsinnig genug” für die Benutzung von Geld machte (Edelmetallgeld ist immer Zinsgeld), lange bevor diese seitdem grundlegendste zwischenmenschliche Beziehung wissenschaftlich erforscht war. Anderenfalls hätte das, was wir heute “moderne Zivilisation” nennen, gar nicht erst entstehen können! Das – und nichts anderes – war (und ist noch) der eigentliche Zweck der Religion, die vom Wahnsinn mit Methode zum Wahnsinn ohne Methode (Cargo-Kult um die Heilige Schrift) mutierte, und die uns – unabhängig vom so genannten Glauben – alle zu Untertanen machte, die ihr eigenes Programm nicht kennen. Die Bewusstwerdung der Programmierung nennt sich “Auferstehung”: http://www.deweles.de/willkommen.html

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