Mehr Steuereinnahmen 2012

GiNN-BerlinKontor.—Im 1. bis 3. Quartal 2012 betrugen die bei Bund und Ländern eingegangenen Steuereinnahmen € 403,4 Milliarden. Dies sind € 21,5 Mrd. beziehungsweise 5,6 % mehr als im 1. bis 3. Quartal 2011. “Die Wachstumsdynamik hat nach einer leichten Abschwächung im wieder an Fahrt aufgenommen, wenngleich die Basis im 3. Quartal 2011 eher schwach ausgeprägt war”, so das Bundesfinanzministerium in Berlin.

Weiter teilt das BMF mit: “Die Einnahmen aus den gemeinschaftlichen Steuern übertrafen ihr Vorjahresergebnis im 1. bis 3. Quartal 2012 um 6,6 %. Zu diesem positiven Ergebnis trugen alle Einzelsteuern bei, insbesondere jedoch die Körperschaftsteuer und die veranlagte Einkommensteuer.

Das Brutto-Aufkommen aus der Lohnsteuer stieg im 1. bis 3. Quartal 2012 um 5,0 % und profitierte dabei von der anhaltend guten Beschäftigungslage und – vor allem im 3. Quartal 2012 – von den Nachzahlungen aus tariflichen Lohnerhöhungen und Besoldungsanpassungen. Die aus dieser Steuer zu zahlenden Kindergeldleistungen nahmen um 0,2 % zu, während die Zulagen zur Altersvorsorge um 3,1 % zurückgingen. Hier kam es verstärkt zu Rückforderungen gezahlter Leistungen an nicht anspruchsberechtigte Personen für zurückliegende Jahre. Das Kassenaufkommen der Lohnsteuer erhöhte sich um 6,6 %.

Die Kasseneinnahmen aus der veranlagten Einkommensteuer überschritten im 1. bis 3. Quartal 2012 das Vorjahresniveau um 17,7 %.

Das Kassenaufkommen der Steuern vom Umsatz lag um 2,9 % über dem Ergebnis des 1. bis 3. Quartals 2011. Dies deutet auf eine weiterhin lebhafte Binnennachfrage infolge der konjunkturellen Entwicklung hin. Die (Binnen-)Umsatzsteuer konnte im bisherigen Jahresverlauf ein Plus von 2,5 % verbuchen, während die Einfuhrumsatzsteuer auf Importe aus Nicht-EU-Ländern eine Zunahme um 3,9 % verzeichnete. Hier ist zu berücksichtigen, dass der Zuwachs bei der Einfuhrumsatzsteuer entsprechend hohe Vorsteuerabzüge im Inland zur Folge hat, die das Aufkommen der (Binnen­)Umsatzsteuer vermindern. Der Anstieg der Einfuhrumsatzsteuer ist das Ergebnis der deutlich ausgeweiteten Außenhandelstätigkeit.

Bei den reinen Bundessteuern wurde das Vorjahresniveau im 1. bis 3. Quartal 2012 um 1,3 % überschritten. Nachdem im 1. Quartal 2012 noch Einbußen von 2,2 % zu verzeichnen waren, stieg das Volumen im 2. Quartal 2012 mit 5,0 % wesentlich dynamischer an als im 3. Quartal 2012 (+ 0,5 %).

Der Solidaritätszuschlag konnte dank des Zuwachses bei seinen Bemessungsgrundlagen Lohnsteuer, veranlagte Einkommensteuer und Körperschaftsteuer im Zeitraum Januar bis September ein Plus von 7,8 % verbuchen. Auch die Versicherungsteuer (+ 3,6 %) und die Kraftfahrzeugsteuer (+ 0,3 %) meldeten Mehreinnahmen.

Die Energiesteuer als die aufkommensstärkste Bundessteuer unterschritt im Berichtszeitraum das Vorjahresniveau um 1,6 %. Während das Aufkommen aus der Energiesteuer auf Heizöl um 11,7 % anstieg, gingen die Einnahmen aus der Energiesteuer auf Erdgas um 20,1 % zurück.

Die reinen Ländersteuern lagen im 1. bis 3. Quartal 2012 um 7,7 % über dem Vorjahresniveau. Getragen wird dieses Ergebnis nach wie vor von dem Anstieg der Grunderwerbsteuer (+ 19,0 %). Der kontinuierliche Zuwachs bei der Grunderwerbsteuer ist ein Indiz für die weiterhin gute Situation im Bau- und Immobiliensektor, hängt aber auch mit der Erhöhung der Steuersätze in vielen Bundesländern zusammen. Auch die Feuerschutzsteuer konnte ihr Vorjahresergebnis um 4,4 % verbessern. Demgegenüber mussten die Erbschaftsteuer (- 3,0 %), die Rennwett- und Lotteriesteuer (- 2,7 %) und die Biersteuer (- 0,2 %) Mindereinnahmen verbuchen.” (Quelle: BMF)

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