Mehr Geld für Pflege

GiNN-BerlinKontor.— Die Bundesregierung hat  die erste Stufe der Pflegereform per Gesetz auf den Weg gebracht: Die Leistungen für Pflegebedürftige steigen  um 4 % und werden besser miteinander kombiniert. Das entlastet auch pflegende Angehörige. In Heimen sollen Fachkräfte durch zusätzliche Betreuungskräfte entlastet werden.”Die Menschlichkeit unserer Gesellschaft muss sich gerade im Umgang mit Pflegebedürftigen zeigen”, sagte Bundesgesundheitsminister Hermann GRÖHE.

Damit Menschen länger zuhause gepflegt werden können, sollen die Leistungen der Pflegeversicherung besser den Bedürfnissen angepasst werden. Kurzzeit- und Verhinderungspflege (zum Beispiel bei Urlaub) sollen über ein gemeinsames Budget finanziert werden – und sind so flexibler einsetzbar: Wer beispielsweise nur wenig Kurzzeitpflege braucht, kann dafür mehr Verhinderungspflege in Anspruch nehmen.

Die Pflegetypen Verhinderungspflege: Wenn eine Pflegeperson wegen Erholungsurlaubs, Krankheit oder aus anderen Gründen an der Pflege gehindert ist, kann eine notwendige Ersatzpflege gewährt werden.

In der Kurzzeitpflege wird ein pflegebedürftiger Mensch für einen begrenzten Zeitraum vollstationär in einem Pflegeheim aufgenommen. Dies kann in Krisensituationen und im Anschluss an eine stationäre Behandlung notwendig werden.

Die Tagespflege wendet sich an Menschen, die tagsüber nicht in ihrer Wohnung versorgt und betreut werden können. Neben einer qualifizierten Pflege und gemeinsamen Mahlzeiten werden Aktivitäten zum Erhalt der Selbständigkeit in einer Tagespflegeeinrichtung angeboten.

Die Nachtpflege ergänzt die häusliche Pflege, die Tagespflege und die Kurzzeitpflege. Das Angebot richtet sich an Menschen, die zum Beispiel unter Schlafstörungen leiden, demenziell erkrankt sind oder die abends nicht alleine sein möchten.

Manchmal kann zusätzliche Tages- oder Nachtpflege notwendig sein. Zukünftig steht sie allen Pflegebedürftigen offen, auch Menschen mit Demenz in der Pflegestufe 0.

Die Leistungen der Pflegeversicherung werden ab 2014 alle drei Jahre überprüft und im Folgejahr an die aktuelle Preisentwicklung angepasst.

Das sollen Pflegebedürftige ab 1. Januar 2015 erhalten:

Pflegebedürftige im Heim (stationäre Pflege):

ab 2015                                  zur Zeit

Pflegestufe 1   1.064 €            1.023 €

Pflegestufe 2   1.330 €            1.279 €

Pflegestufe 3   1.612 €            1.550 €

als Härtefall anerkannt  1.995 € 1.918 €

Pflegesachleistung (ambulante Pflege):

ab 2015                      zur Zeit

Pflegestufe 1   468 €   450 €

Pflegestufe 2   1144  €  1100 €

Pflegestufe 3   1612  €  1550 €

Pflegegeld (Pflege durch Angehörige):

ab 2015                    zur Zeit

Pflegestufe 1   244 €   235 €

Pflegestufe 2   458 €   440 €

Pflegestufe 3   728 €   700 €

Geplant ist, dass alle Pflegebedürftigen für zusätzliche Betreuung und Hilfen mindestens 104 € im Monat erhalten. Bisher stand das nur Demenzkranken zu. Darüber hinaus sollen Pflegebedürftige die Hälfte der ambulanten Pflegesachleistungen für Fahr- und Begleitdienste, Einkäufe oder andere, sogenannte niedrigschwellige Angebote, umwandeln können.

Damit pflegebedürftige Menschen länger in den eigenen vier Wänden bleiben können, muss oft die Wohnung entsprechend umgebaut werden. Dafür soll es bis zu 4.000 € Zuschuss geben – bisher waren es 2.500 €. (Quelle: bundesregierung.de)

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