Medien-Kodex – “Oberstes Gesetz der Medien”

GiNN-BerlinKontor.–-Aus gegebenem Anlaß erinnern wir an  die “Publizistischen Grundsätze” – den Medien-Kodex. Die im Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland verbürgte Pressefreiheit schließt die Unabhängigkeit und Freiheit der Information, der Meinungsäußerung und der Kritik ein. Verleger, Herausgeber, Redakteure und Korrespondenten – vor alle Journalisten – müssen sich bei ihrer Arbeit gegenüber der Öffentlichkeit ihrer Verpflichtung für das “Ansehen der Medien” bewußt sein. Ihre publizistischen Aufgaben haben sie “nach bestem Wissen und Gewissen” – unbeeinflußt von persönlichen Interessen und sachfremden Beweggründen – wahrzunehmen. Zu den publizistischen Grundgesätzen gehören die unbedingte  “Achtung vor der Wahrheit” und die “korrekte, wahrgetreue Unterrichtung der Öffentlichkeit”. Sie sind Oberstes Gesetz der Medien.

In dem “Medien-Kodex” heißt es unter anderem: Die Berichterstattung über schwebende Ermittlungs- und Gerichtsverfahren muss “frei von Vorurteilen” erfolgen. Die Medien müssen deshalb vor Beginn und während der Dauer eines solchen Verfahrens in Überschrift und Darstellung jede einseitige oder präjudizierende Stellungnahme/Kommentierung  vermeiden Ein Verdächtiger oder eine Verdächtigte, gegen den/die ein staatsanwaltliches Ermittlungsverfahren läuft,  darf  v o r  einem gerichtlichen Urteil in den Medien nicht als  bereits “schuldig” dargestellt oder verdächtigt  werden.

Die  “Verantwortung der Medien gegenüber der Öffentlichkeit” gebietet, daß redaktionelle Veröffentlichungen nicht durch geschäftliche oder private Interessen Dritter beeinflußt werden. Verleger und Redakteure  haben derartige Versuche abzuwehren und vor allem auf klare Trennung zwischen Redaktion und  z.B. (Eigen-)Werbung zu achten.

Die Medien haben zudem das Privatleben zu respektieren und dürfen/sollten nicht in die Intimsphäre von Menschen eindringen. Die Medien können/müssen jedoch auch das private Leben investigieren, wenn das private Verhalten  “von öffentlichem Interesse” ist. Dabei sind jedoch die Persönlichkeitsrechte zu achten. Unbegründete, nicht bewiesene “Beschuldigungungen ehrverletztender Natur”, sind zu unterlassen – sie widersprechen dem “journalistischen Anstand”.

Und schließlich: Veröffentlichte Nachrichten oder Behauptungen, die sich nachträglich als falsch erweisen, hat das Publikationsorgan, das sie verbreitet hat, unverzüglich und in angemessener Weise richtig zu stellen.  Bei der Beschaffung von Nachrichten und Informationen über eine Person oder einen Vorgang dürfen “keine unlauteren Methoden” angewandt werden.  (Quelle: Presserat im MT:Der Pressekodex)

Übrigens: Am 2. Mai 2012  wäre Axel Cäsar SPRINGER 100 Jahre alt geworden. Über seinem Schreibtisch soll ein ähnlicher “Presse-Kodex” gehängt” haben. -Ps

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