MdB-SPD: gefälsche Biographie

GiNN-BerlinKontor.—-Petra HINZ (54), SPD-Abgeordnete im Deutschen Bundestag seit 2005, hat nachweislich in ihrer offiziellen Biografie falsche Angaben zu ihren angeblichen Schul- und Studienabschlüssen gemacht: Sie gab bis zum 20.07.2016 als Berufsbezeichnung “Juristin” an, hatte jedoch weder Abitur noch ein Studium der Rechts- und Staatswissenschaften absolviert, und keine Staatsexamina abgeschlossen. Dennoch soll die sozialdemokratische Hochstaplerin beruflich als “Juristin” tätig gewesen sein.

Petra Hinz (MdB-SPD) ließ – nachdem sie diese falschen Angaben über ihre Ausbildung auf ihrer Website gelöscht hatte - durch ihren Anwalt u.a. erklären, sie habe im Jahr 1983 am heutigen Erich-Brost-Berufskolleg der Stadt Essen die Fachhochschulreife erworben, jedoch keine allgemeine Hochschulreife erworben. Darüber hinaus habe sie auch “kein Studium der Rechtswissenschaften absolviert und auch keine Juristischen Staatsexamina abgelegt.”

Weiter heißt es in der anwaltschaftlichen Erklärung: “In der Rückschau vermag Frau Hinz nicht zu erkennen, welche Gründe sie seinerzeit veranlasst haben, mit der falschen Angabe über ihren Schulabschluss den Grundstein zu legen für weitere unzutreffende Behauptungen über ihre juristische Ausbildung und Tätigkeit.”  Frau Hinz – so ihr Anwalt – sei “zu keinem Zeitpunkt rechtsberatend tätig gewesen”. Ihre “Angestelltentätigkeit” in den Jahren 1999 bis 2003 sei – im Gegensatz zu dem Eindruck, den ihr offizieller Lebenslauf erweckt – “nicht juristischer Natur” gewesen.

Die Essener SPD forderte die Genossin Hinz auf, ihr Mandat “sofort niederzulegen”. NRW-Justizminister Thomas KUTSCHATY, Vorsitzender der SPD Esseerwartet nun, dass sie dieser Aufforderung unverzüglich nachkomme. “Wir alle sind schockiert, dass Petra Hinz uns 30 Jahre lang eine falsche Biografie aufgetischt hat”, sagte er. Hinz habe damit “sich selbst, aber auch der SPD großen Schaden zugefügt”.

Christine LAMBRECHT, Erste Parlamentarische Geschäftsführerin der SPD-Bundestags erklärte in Berlin: “Wir sind überrascht und enttäuscht über das Eingeständnis unserer Kollegin Petra Hinz, in ihrer Biografie falsche Angaben zu ihren Schul- und Studienabschlüssen gemacht zu haben. Gerade in der SPD zählen nicht Hochschul- und Studienabschlüsse, sehr wohl aber Vertrauen und Glaubwürdigkeit. Sie muss jetzt alles Erforderliche tun, um weiteren Schaden von der Politik und ihren Kolleginnen und Kollegen, aber auch von sich selbst, abzuwenden.” (Quellen: informer-magazine.de/waz/petra-hinz.de/spd-fraktion/spdfraktion.de)

P.H. bat “all die Menschen, die ihr vertraut haben, und auch die allgemeine Öffentlichkeit von ganzem Herzen um Entschuldigung.” Die SPD-Politikerin Hinz aus Essen hat ihr Mandat inzwischen niedergelegt.

Die Westdeutsche Allgemeine Zeitung kommentierte: “Wer seine Wähler und politischen Freunde jahrzehntelang derart dreist hinters Licht führt, wer selbst auf Stimmzetteln eine falsche Berufsbezeichnung führt, ist nicht mehr zu halten.” Die WAZ verweist darauf, “dass der politische Betrieb mitunter einen problematischen Typus anzieht. Die Neigung zum Hochstapeln ist hier größer, weil die öffentliche Wirkung so immens wichtig ist für die Karriere. Petra Hinz, die Frau mit der Maske, hat dafür den Preis der gesellschaftlichen Vernichtung bezahlt und muss sich womöglich noch juristisch verantworten. Es gibt keinen Grund, sie zu bedauern. Aber ihr Fall sollte jedem eine Mahnung sein.” (Quelle: WAZ)

 

 

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