Maulwurf-Munter-Macher-Metzner

GiNN-BerlinKontor.Zwischenruf —-Vermutlich hat der Ex-FDP-Generalsekretär und jetzige Entwicklungsminister Dirk NIEBEL recht: der  “FDP-Maulwurf” im deutschen Vorzimmer des US-Präsidenten Barack Hussein OBAMA – mitten in Berlin – hat sicherlich nur seine Pflicht getan. Der Büroleiter des FDP-Bundesvorsitzenden und Referent für “Internationale Beziehungen”  hat mit diesem Auftrag selbstverständlich engste Verbindung zu halten zum Diplomatischen Corps in der Bundeshauptstadt. Offensichtlich hat der  liberale “Maulwurf”  gute Englisch-Sprachkenntnisse, was die meisten MdBs nicht haben. So ist man dankbar, einen “Kontaktman”  zu finden, der sich in der Sprache des Aus- und Abzufragenden artikulieren kann.

Helmut METZNER, der  – wie seine homepage zeigt – vieles gerne “auf amerikanisch” macht, hat vielleicht also nur seinen Job gemacht – es sei denn, er war/ist auf der “pay roll” der US-amerikanischen Botschaft und lieferte gegen cash Infos aus der Giftküche der Koalitionäre – pikante Details über Verhandlungen und Streitereien, die ja immer noch nicht abgeschlossen sind. Auf seiner Website fordert Metzner nicht nur auf,  zu antworten, sondern er bittet seine Leser um:”Leave a Reply” – “Hinterlasse eine Antwort”. Und er verspricht, das die eingehende Post nicht weitergegeben wird: “Mail will not be published”

Metzners Chef Westerwelle sprang seinem Büroleiter ostentativ zur Seite,  denn der FDP-Vorsitzende will wissen, dass sein Büroleiter  “weder vertrauliche Geheimnisse ausgeplaudert noch gegen Gesetze verstoßen hat”, so der Auch-Vizekanzler und FDP-Chef in der Berliner Zeitung.  Im Thomas Dehler-Haus bemüht man sich dann auch um “Entspannung”.  Es handele sich lediglich um “Ungeschicklichkeiten” des Herrn Metzner, nicht aber um die Weitergabe von “Staatsgeheimnissen”. Metzner wurde folglich auch nicht gefeuert, sondern erhielt sofort nach seinem Outing eine “andere Verwendung” – vielleicht als Leiter der Abteilung “Clipping-Service”.  Dort kann er dann die Weltpresse nach “leaks” der Anderen durchforschen und ausschneiden.

Dem US-Botschafter Philip MURPHY wird dies alles zunächst sicherlich amüsiert haben. Vielleicht glaubte er,  selbst “geheimdienstliches Raffinesse” an den Tag zu legen, wenn er sich einen blaugelben Informanten hält,  der auch noch aus dem Vorzimmer eines “homosexuellen deutschen Vizekanzlers” vor seinen Botschafter-Schreibtisch stoperte, um  “auszupacken”.  Und dann ist ja der liberale “IM” zudem noch im deutschen Bundesvorstand der Lesben- und Schwulenverbandes tätig, was nicht nur für Hollywood , sondern vielleicht auch für mitlesende Vorzimmer in The White House und State Department in Washington D.C. “pikant-interessant” sein könnte.

Der “aufstrebende FDP-Mitarbeiter” – so wird Metzner laut WikiLeaks im US-Botschaftsbericht beschrieben – habe angeblich interessante persönliche Gesprächsnotizen gemacht und vorgelegt.

Philip MURPHY, der Missionschef der USA in Berlin und engster Freund Obamas, liebt die Betonung auf “Wir – als Diplomaten” oder “Ich – als Diplomat”.  Murphy ist aber ohne “Crew”,  ist also kein ausgebildeter Auslandbeamter aus der diplomatischen Kaderschmiede des US-Außenministeriums. Er war hauptberuflich finanzieller Wahlhelfer Obamas, der ihn mit dem Botschafterposten in Berlin “belohnte”.

Vielleicht erklärt dies, dass der Botschafter beim Verfassen von vertraulichen oder streng geheimen Drahtberichten offensichtlich “wenig professionell” formulierte oder pikante Depeschen vor Abgang unredigiert abzeichnete.  So musste auch die Personenbeschreibung des “Maulwurfes”  schnell zur Aufdeckung der besagten Info-Person führen. Metzner hatte gar keine Wahl, sich als US-Informant  “zu outen”, man hätte ihn  eines Tages sowieso “überführt”.

Schon fordern liberale Parteifreunde Metzners, das US State Department solle den Botschafter Murphy unverzüglich als persona non grata abziehen. Der FDP-Bundestagsabgeordnete Michael GOLDMANN erklärte: “Das Verhalten von Herrn Murphy ist ungehörig. So ein Botschafter muss nach Hause geholt werden” und sein Parteifreund Bijan DJIR-SARAI sekundierte: “Ob Botschafter Murphy noch ein vertrauensvoller Gesprächspartner ist, ist mehr als zweifelhaft.” Gemach – Gemach! Wer ist hier der Angeklagte? Murphy oder Wikileaks?

Anfang November hatte Plaudertasche Metzner übrigens mit europäischen Liberalen über  “new ways in European dialogue” debattiert.  Er kann also auch Europa. Metzner scheint überhaupt ein “Tausendsassa” zu sein – oder – wie die Österreicher sagen:”Wunderwuzzi”, der sich offensichtlich durch mehrere Begabungen ausgezeichnet hat. Im Wahlkampfteam seines Förderers Guido WESTERWELLE leitete Metzner in der FDP-Parteizentrale die Abteilung “Strategie und Kampagne”. Ob er dort auch die US-amerikanische Wahlkampfvariante “Dirty Tricks” einführte, ist nicht überliefert.

Na ja – der “Muntermacher-Maulwurf” war sicherlich kein “Talpa”, obwohl diese Tiergattung international auftaucht. Das Verbreitungsgebiet des Maulwurfs reicht von Großbritannien (nicht aber Irland) über weite Teile Mittel- und Osteuropas bis nach Sibirien, aber auch in der Kaukasusregion und im Mittelmeerraum – aber nicht in USA.  “Sein Lebensraum sind nicht zu trockene Böden”, kann man nachlesen. Verräterisch heißt es aber in der Gattungsbeschreibung eines Maulwurfes auch: “Der Schwanz des Maulwurfs wird  (nur) 2 bis 4,5 Zentimeter lang und ist nur spärlich behaart – diese Haare sind als Tasthaare entwickelt.”  Alles wenig schmeichelhaft, aber aufschlussreich?!

Ach ja – und für kommende Drahtberichte und Citissimes der dipomatischen und konsularischen Vertretungen sei ergänzend festgehalten: “Beim Maulwurf-Männchen liegen die Hoden außerhalb der Bauchhöhle in hodensackähnlichen Hautfalten, den Cremaster-Falten.” Wo man vielleicht Dollarnoten verstecken könnte?!

Nein – Metzner war wohl kein Maulwurf – er ist allenfalls ein “Meinungslieferant und -austauscher”, der sich mit dem Spruch inaugurierte:  “Ich weiß ‘was, das Du nicht weißt”. Den Protokollen bei WikiLeaks zufolge soll Metzner zu Gesprächen in der Botschaft aber angeblich auch “interne Papiere der Koalitionsverhandlungen” mitgebracht haben – sowie Teilnehmerlisten von Arbeitsgruppen und Zeitpläne. Quod erat demonstrandum – was zu beweisen wäre. Sollte MMM dafür jedoch “Honorare”  bezogen haben, dann – ja dann käme es für ihn fast so schlimm wie für einen enttarnten IM oder FIFA-Mann. Dann könnte MunterMacherMetzner im Internet nicht mehr stolz mit “proudly powered by ….” firmieren.  Metzner beteuerte inzwischen  im FOCUS, er habe “zu keiner Zeit Botschaftsvertretern Dokumente vertraulichen Inhalts ausgehändigt oder angeboten”

Thomas OPPERMANN, parlamentarischer Geschäftsführer der SPD-Bundestagsfraktion, empörte sich im SPIEGEL, die FDP vermische offenbar Partei- und Regierungsarbeit. Er kritisierte, dass der frühere Büroleiter Westerwelles und nun Staatssekretär im Auswärtigen Amt, Martin BIESEL, in der Parteizentrale nach dem Informanten der US-Botschaft geforscht habe. Der Staatssekretär werde schließlich von der Bundesregierung bezahlt und arbeite nicht für die FDP, erinnert Oppermann. ” Guido Westerwelle scheine der “Doppelaufgabe von Außenminister und Parteivorsitzender immer weniger gewachsen zu sein”, er sollte sich für eine Aufgabe entscheiden”, empfahl der SPD-MdB Oppermann.

Nachhaltig peinlich bleibt also die “Maulwurf-Affäre”  für den glücklosen Guido Westerwelle, der für die liberalen “Fehlbesetzungen” in Regierung und Fraktionsführung verantwortlich zeichnet. Nicht nur Demoskopen verweisen auf eklatante Mängel. Die Liberalen  – so scheint es – laufen auch wegen schlechter Personalpolitik mit offenem Visier in nachhaltige Bedeutungslosigkeit.   Sie überlassen den Grünen das Feld – nur weil “sie sich zu einem offensichtlich dringend notwendigen Revirement nicht durchringen können”, raunt man im politischen Berlin. Der neuerliche Einblick in die FDP-Spitze via “Maulwurf-Munter-Macher-Metzner” unterstreiche die Notwendigkeit einer Umbesetzung an Kopf und Gliedern der Liberalen – oder “head and limbs”- wie Metzner vielleicht sagen würde.
-Ps

2 Gedanken zu “Maulwurf-Munter-Macher-Metzner

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